Rollstuhl-Sportler Benjamin Lenatz wird Zweiter bei den DM

Sprintete außer Konkurrenz in Willich auf Platz 2: Benjamin Lenatz (28). Ein Ergebnis, das ihm Lust auf noch mehr Triathlon gemacht hat.
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Sprintete außer Konkurrenz in Willich auf Platz 2: Benjamin Lenatz (28). Ein Ergebnis, das ihm Lust auf noch mehr Triathlon gemacht hat.

PARATRIATHLON Silber hätte es werden können für den Rollstuhl-Sportler Benjamin Lenatz. Mit 44:48 Minuten lieferte er die zweitbeste Zeit im Supersprint für Paratriathleten bei der Deutsche Meisterschaft in Willich. Der Platz auf dem Siegertreppchen wurde dem Sportler aus formellen Gründen verwehrt.

Für die offizielle Wertung fehlten ihm der Startpass und ein Handbike, das den Regularien der Deutschen Triathlon Union (DTU) entspricht.

Erst zum zweiten Mal startete Benjamin Lenatz in einem Triathlon-Wettkampf im Rollstuhl, und zwar im Supersprint. 200 Meter Schwimmen, zehn Kilometer im Handbike und 3,4 im Rollstuhl müssen dabei bewältigt werden.

Obwohl "außer Konkurrenz" gewertet, will Benjamin Lenatz, der erst vor zwei Wochen von Rade in eine Rollstuhl gerechte Wohnung nach Wermelskirchen mit seiner Freundin gezogen ist, mit seiner neuen Sportart weitermachen.

"Ich werde weiterhin trainieren und mich nun auf die anstehende Basketballsaison vorbereiten. Weitere Planungen im Triathlon sind derzeit noch nicht konkret, aber es wird sicherlich nicht mein letzter gewesen sein", betont Lenatz. Dem Bundesliga-Spieler im Rollstuhl-Basketball (Köln 99ers) kommt das Triathlon-Training in der Saison-Pause sehr gelegen.

"Just for fun kann ich mit meinen vorhandenen Sportgeräten starten. Sollte es irgendwann um eine Meisterschaft gehen, muss ich mir vorab Gedanken um neue Sportgeräte machen, was besonders finanzielle Aspekte sind."

Sportlich war Benjamin Lenatz, der morgen seinen 29. Geburtstag feiert, schon immer. Quad-Motocross fuhr er als Jugendlicher, bis er im Alter von 18 Jahren einen schweren Verkehrsunfall hatte. In Rade geriet er mit seinem Quad auf die Gegenfahrbahn und hat seitdem eine inkomplette Querschnittslähmung.

In der Reha entdeckte er das Rollstuhl-Basketballspielen für sich. Angefangen im Oberliga-Team des Rollstuhl-Basketball Clubs (RBC) Köln 99ers stieg er schnell in die erste Mannschaft der Zweiten Bundesliga auf, die dann prompt aufstieg.

Nach weiteren Stationen in verschiedenen Basketballmannschaften ist der Neu-Wermelskirchener zu seinen sportlichen Wurzeln in Köln zurückgekehrt.

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