Wermelskirchen

Riesiger Neubau ist schon fast fertig

Firma Dönges hat zwei große Hallen, ein Verwaltungsgebäude (vorne links) und einen Showroom (roter Anbau rechts) gebaut. Foto: Dönges
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Firma Dönges hat zwei große Hallen, ein Verwaltungsgebäude (vorne links) und einen Showroom (roter Anbau rechts) gebaut.
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Firma Dönges lässt an der Autobahnzufahrt zwei Lagerhallen plus Nebengebäude errichten.

Von Markus Schumacher

In jede der beiden Hallen passt ein Fußballfeld rein. Um zur 14 Meter hohen Decke gucken zu können, muss man den Kopf in den Nacken legen. Doch außer den zwei jeweils 6500 Quadratmeter großen Lagerhallen hat Firma Dönges am Autobahnohr auch ein Verwaltungsgebäude und einen Showroom errichten lassen. Und: Der riesige Neubau könnte in Zukunft sogar noch erweitert werden.

Einer der Bauherren ist Geschäftsführer Thomas Pletsch. „Ich sehe die Bauarbeiter hier fast öfter als meine Familie“, macht er den Aufwand deutlich. Doch er kann trotz der Größe des Objektes und trotz Corona melden: „Wir liegen im Zeitplan!“ Demnach soll im Oktober mit der Einlagerung begonnen werden, Anfang Dezember sollen die Büroräume bezogen werden. „Das Wichtigste haben wir schon“, sagt Pletsch, „nämlich einen Termin für den Anschluss ans Internet.“ Ohne Internet würde im neuen Standort nicht viel laufen. So wird ein Teil des Lagers vollautomatisch gesteuert werden: Bei dem System „Autostore“ suchen Roboter Teile aus bis zu 80 000 Fächern für Bestellungen zusammen. Das Gerüst steht bereits. „Und die Software konnten wir auch schon testen“, berichtet der Geschäftsführer. Da werde mancher Mann kurz wieder zum Kind, das mit der Modelleisenbahn spielt: „Man kann die Roboter herrlich rumrasen lassen. . .“

Geschäftsführer Thomas Pletsch vor dem noch nicht fertigen Lagersystem „Autostore“.

Es entsteht auch ein Fitnessraum, den die 115 Mitarbeiter dank separatem Zugang auch an Wochenenden nutzen können, eine Cafeteria mit 70 Plätzen, eine Treppenanlage draußen zum Sitzen und sogar eine Dachterrasse. „Wie schön die ist, konnte man auf den Bauplänen noch gar nicht erahnen“, schwärmt Pletsch. Überall sollen sich Mitarbeiter aller Abteilungen begegnen und austauschen. Das beginnt schon beim Haupteingang. Vom zweiten Stock aus kann man durchs Fenster in der Ferne den Kölner Dom erkennen. Die Geschäftsführung wird auf der anderen Seite sitzen: „Hier habe ich einen schönen Blick auf den Remscheider Stadtkegel“, freut sich der gebürtige Remscheider Pletsch.

„Wir beliefern über Zwischenhändler viele Feuerwehren.“

Thomas Pletsch, Geschäftsführer

Alle Büros werden offen und wohnlich gestaltet sein und Rückzugsmöglichkeiten und „Think-Tanks“ zum individuellen Besprechen und Arbeiten bieten. Das Grundstück für eine weitere Halle, die in Zukunft einmal nötig werden könnte, ist auch vorhanden.

Noch nicht festgezurrt ist die Nutzung des „Showrooms“, dem roten Anbau neben dem Haupteingang. „Wir beliefern über Zwischenhändler ja viele Feuerwehren“, überlegt Pletsch laut, „da könnte man hier einiges von den Produkten zeigen.“ Ganz stark sei Dönges in Beleuchtung: „Da könnten wir hier einiges vorführen.“

Auch draußen verändert sich durch den Neubau vieles. So musste ein Regenrückhaltebecken gebaut werden. Für die Mitarbeiter sollen noch Fußwege für Spaziergänge durch die Grünflächen angelegt werden. Der geplante Kreisverkehr kann aber erst mit Verspätung gebaut werden, solange wird es eine provisorische Einfahrt geben. Die führt zu 60 öffentlichen Park-and-Ride-Plätzen und 70 Parkplätzen für die Autos der Mitarbeiter.

Am Kreisverkehr soll auch eine Bäckerei-Filiale eröffnen.

Dönges GmbH & Co. KG

Die 1903 als Feilen- und Raspel-Hersteller gegründete Dönges GmbH & Co. KG und das Schwester-Unternehmen Wetec haben mehr als 100 000 Artikel im Angebot. Seit 1979 ist man Systemlieferant für Bundeswehr, das Innenministerium und andere Behörden. Auch rund 3000 eigene Produkte werden hergestellt und verkauft. Dönges zieht vom Remscheider Jägerwald nach Wermelskirchen.

www.doenges-online.de

Standpunkt: Kein Komma vergessen

Von Markus Schumacher

markus.schumacher@rga-online.de

Die Große der Lagerhallen beim Neubau der Firma Dönges ist beeindruckend. „Ich hatte schon den leisen Verdacht, wir hätten in den Bauplänen irgendwo ein Komma vergessen“, dachte selbst Geschäftsführer Thomas Pletsch, als er zum ersten mal die halligen Hallen betrat und sich dort umsah. Aber nein, die Architekten hatten sich nicht verrechnet, es stimmte alles. Wahrscheinlich fühlen sich Besucher auch nicht mehr so klein wie Ameisen, wenn die Lager erst einmal mit Hochregalen gefüllt sind. Im Vergleich zum bisherigen Standort in Remscheid-Lennep am Jägerwald hat Dönges hier in Wermelskirchen in Zukunft die doppelte Lagerfläche und sogar die drei- bis vierfache Bürofläche. Außerdem gibt es noch eine große Reservefläche hinter dem Neubau: Dort in der Hanglage könnte sogar ein 24 Meter hohes Hochregallager untergebracht werden. Für den Umzug werden 240 Lastzüge nötig sein, wurde bereits ausgerechnet. Schade ist nur, dass nicht auch der Kreisverkehr zusammen mit dem Neubau fertig wird. Die Anwohner haben sicher allmählich genug von der Baustelle.

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