Süßwarenindustrie

Rhein-Berger verputzen viel Schokolade

Gewerkschaft für Genussmittel sagt: Rhein-Berger lieben Schokolade und verputzen besonders viel davon.
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Gewerkschaft für Genussmittel sagt: Rhein-Berger lieben Schokolade und verputzen besonders viel davon.

100 Tafeln pro Kopf und Jahr werden laut Gewerkschaft für Genussmittel gegessen.

Von Anja Carolina Siebel

Wermelskirchen. Im Rheinisch-Bergischen Kreis scheint der Appetit auf Süßes groß zu sein: Wie die Gewerkschaft Nahrung, Genuss, Gaststätten (NGG) jetzt mitteilt, verputzen die Menschen im Kreis rund 2700 Tonnen Schokolade pro Jahr – das entspricht fast 100 Tafeln pro Kopf. Die Schoko-Bilanz zog die Gewerkschaft anlässlich des Tages der Schokolade am heutigen 7. Juli. Dabei greift die NGG auf den bundesweiten Pro-Kopf-Verbrauch zurück, den der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) berechnet hat. Er lag zuletzt bei 9,4 Kilogramm im Jahr. „Schokolade liegt bei den Süßigkeiten mit Abstand auf Platz eins. Umso wichtiger ist es, dass auch die Bedingungen stimmen, unter denen sie hergestellt wird“, sagt Manja Wiesner.

Die Geschäftsführerin der NGG-Region Köln appelliert an die Verbraucher in der Region, beim Kauf auf Nachhaltigkeit zu achten: „Wer zur Tafel mit dem Fair-Trade-Siegel greift, kann sicher sein, dass die Kakaobauern in den Herkunftsländern zu vernünftigen Konditionen arbeiten.“ Wiesner verweist auf das „Forum Nachhaltiger Kakao“, in dem sich die Gewerkschaft NGG mit 80 Herstellern, Verbänden und Organisationen zusammengeschlossen hat. Die Initiative setzt sich seit zehn Jahren für die Abschaffung der Kinderarbeit, existenzsichernde Einkommen und einen Stopp der Entwaldung in den Produktionsländern ein.

Herkunft von Schokolade lässt sich gut nachvollziehen

„Schokolade gehört mittlerweile zu den Lebensmitteln, bei denen sich eine sozial- und umweltverträgliche Herkunft am besten nachvollziehen lässt“, so Wiesner.

Dies sei auch mit Blick auf das Lieferkettengesetz wichtig, das ab 2023 Jahr gilt. Es zwingt größere Unternehmen dazu, Arbeits-, Menschenrechts- und Umweltstandards einzuhalten. „Trotzdem bleibt viel zu tun. In einigen Ländern verdienen die Kakaobauern noch immer viel zu wenig. Oder die Behörden kontrollieren zu selten, ob für den Anbau nicht doch illegal Wald gerodet wird“, mahnt Gewerkschafterin Wiesner.

Die Gewerkschaft NGG verweist auf den „Wirtschaftsfaktor Schokolade“ in der Region. „In Nordrhein-Westfalen gibt es viele Süßwarenhersteller, die sich an Tarifverträge halten und gut bezahlte, sichere Jobs bieten. Auch das steht für Nachhaltigkeit“, so Wiesner. Zu den Firmen, die in NRW beim „Forum Nachhaltiger Kakao“ mitmachen, zählen unter anderem Storck, Lindt, Haribo und Lambertz. Weitere Infos unter:
www.kakaoforum.de

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