Rettungsring soll Familien in der Krise stärken

In Zeiten von Homeoffice und Homeschooling gibt es in Familien häufig Konflikte. Die Jugendämter wollen beratend zur Seite stehen. Symbolfoto: Christian Beier
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In Zeiten von Homeoffice und Homeschooling gibt es in Familien häufig Konflikte. Die Jugendämter wollen beratend zur Seite stehen. Symbolfoto: Christian Beier

Jugendamtsleiter des Rheinisch-Bergischen Kreises bieten ihre Unterstützung an

Von Anja Carolina Siebel

Die Leiter der Rheinisch-Bergischen Jugendämter sorgen sich um die psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen in der Pandemie. Von Schulproblemen über Konflikte in der Familie bis zur Sucht – vieles könne Kindern und Jugendlichen das Leben derzeit schwermachen oder sie sogar aus der Bahn werfen.

„Die Corona-Pandemie hat in vielen Familien diese Probleme noch verschärft: Nicht raus zu können – keine Kita, keine Schule, keine Freunde treffen, kein Sport, kein Club. Gerade dann, wenn sich das Leben in einer kleinen Wohnung abspielt, liegen die Nerven schon mal schnell blank“, mahnen die Pädagogen.

Ein „sozialer Rettungsring“, nach dem Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern greifen können – genau den bieten die sechs Jugendämter im Rheinisch-Bergischen Kreis. Dort gibt es nämlich den Allgemeinen Sozialen Dienst (kurz: ASD). „Der ASD ist in Familien immer dann zur Stelle, wenn’s kriselt – in der Corona-Krise. Und natürlich auch danach“, betonen die Jugendamtsleitungen zwischen Wermelskirchen und Overath. Und ermutigen Betroffene und Angehörige oder Nachbarn, sich im Notfall ans Jugendamt zu wenden. Seit mehr als 20 Jahren stimmen sie sich in der gemeinsamen Konferenz der Jugendamtsleitungen, kurz JALK, ab.

„Unsere Zusammenarbeit ist intensiv und gut und wir möchten gerne jetzt drauf hinweisen, dass Familien für uns nicht im Lockdown sind. Wir sind für sie da“, unterstreicht die Wermelskirchener Jugendamtsleiterin Barbara Frank. Es sei wichtig, die Augen im Alltag offenzuhalten und mit den Ohren im eigenen Umfeld auf Empfang zu bleiben.

Dabei seien nicht alle Hinweise gleich eine Kindeswohlgefährdung, die ein sofortiges Eingreifen erfordere. Allerdings sei Hilfe und Unterstützung vom Jugendamt oft notwendig und sogar von den Eltern gewünscht und erwartet. Im Fokus stehen bei den sechs Rheinisch-Bergischen Jugendämtern immer die Kinder, die Jugendlichen und ebenso die Eltern. Oft reiche es für den Schutz der Kinder bereits aus, den Eltern konkrete Hilfen anzubieten.

Wer Hilfe braucht, kann sich unter Tel. (0 21 96) 10 22 an die Familienberatungsstelle oder unter Tel. (0 21 96) 710 5 20 ans Jugendamt wenden.

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