Container

Rettungskräfte ziehen ins „Dorf“

Das Abladen der Container neben der Mehrzweckhalle in Dabringhausen.
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Das Abladen der Container neben der Mehrzweckhalle in Dabringhausen.
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Dabringhausen: Provisorische Stationierung vermeidet lange Anfahrten aufgrund der L-101-Sperrung.

Von Susanne Koch

Wermelskirchen. Die Stadt versucht alles, um ihren Bürgerinnen und Bürgern die Sperrung der L 101 so sicher und so bequem wie möglich zu gestalten. Aktuell wurden am Donnerstag vier Container-Module auf dem Parkplatz neben der Mehrzweckhalle Dabringhausen aufgestellt.

Hintergrund: Die Anfahrtszeiten von Wermelskirchen nach Dabringhausen dauern über die Umleitung im Notfall schlicht zu lange, deshalb zieht der Rettungsdienst, der normalerweise an der Feuerwehrwache Vorm Eickerberg in Wermelskirchen stationiert ist, in der kommenden Woche direkt ins „Dorf“.

Die Container dienen Rettungskräften zum Aufenthalt: Sie sind so trotz L-101-Baustelle bestmöglich im Stadtgebiet verteilt.

Die vier Container-Module dienen den Rettungssanitäterinnen und Rettungssanitätern während ihrer 24-Stunden-Schichten als Unterkunft. Auf der Gesamtfläche von 60 Quadratmetern sind Schlafräume, Aufenthaltsraum und Lagerplatz untergebracht. Bis voraussichtlich Ende September werden die Container für den Rettungsdienst in Dabringhausen bleiben.

Jetzt geht es darum, das akute Problem an der L 101 kurzfristig zu lösen.

Marion Lück, Bürgermeisterin

„Die Container-Module werden nun eingerichtet und gegen Mitte der kommenden Woche ziehen die Rettungssanitäter dann von Große Ledder um nach Dabringhausen“, so Feuerwehrchef Holger Stubenrauch. Insgesamt gibt es beim Rettungsdienst der Feuerwehr Wermelskirchen 28 Rettungs- und Notfallsanitäter. Vor Ort sind jeweils zwei Personen, die im Notfall schnell an einer Einsatzstelle in Dabringhausen sein können.

Die Bauarbeiten an der L 101 sorgen auch dafür, dass der Busverkehr in bestimmten Bereichen während der Bauphase nicht mehr fahren kann. Vor allem die Anwohnerinnen und Anwohner in Finkenholl und Hoffnung sind davon betroffen. Die Anfragen von Bürgermeisterin Marion Lück bei der RVK und dem Bürgerbus blieben leider erfolglos. Grund: Der Bürgerbus ist bereits mit Touren den ganzen Tag ausgelastet, die Busse der RVK können während der Bauzeit nicht in Finkenholl drehen und fahren die Station deshalb nicht an.

Finkenholl und Hoffnung: Mitfahrbänke statt Busverkehr

Auf Anregung von Norbert Galonska, Zweiter Stellvertretender Bürgermeister, hat der städtische Betriebshof in Finkenholl und Hoffnung jetzt Mitfahrbänke für die Zeit der Baumaßnahme an der L 101 aufstellen lassen. Auch Wolfgang Weber aus Dhünn hatte die Idee der Mitfahrbänke für Finkenholl bei der Bürgermeisterin eingereicht. „Es ist uns durchaus bewusst, dass die Sanierung der L 101 für die Bürgerinnen und Bürger in Finkenholl eine Herausforderung ist, weil der Bus nicht fahren kann. Aber wir hoffen, dass die beiden Mitfahrbänke in Finkenholl und Hoffnung noch mehr zur Nachbarschaftshilfe anregen“, sagt Bürgermeisterin Lück.

Aktuell weist ein Straßenschild mit der Aufschrift „Innenstadt“ auf die Mitfahrbänke hin. „Jetzt geht es darum, das akute Problem an der L 101 kurzfristig zu lösen“, sind sich Lück und Galonska einig.

Leser stellt die Menge der Bauarbeiter infrage

Leser Andreas Posingies kritisiert, dass die Bauarbeiten entlang der L 101 viel zu langsam vorangingen. „Ist den Verantwortlichen tatsächlich nicht klar, was man den Bürgern und Gewerbetreibenden mit der Vollsperrung antut“, fragt er. „Warum um alles in der Welt wird dort nicht im Zweischichtbetrieb gearbeitet?

„Tatsächlich haben wir zur Optimierung des Bauablaufs direkt an mehreren Stellen im ersten Bauabschnitt mit Leitungsarbeiten und Maßnahmen im Randbereich begonnen“, sagt Rainer Herzog, Pressesprecher des Landesbetriebs Straßenbau NRW, Regionalniederlassung Rhein-Berg. „Dies dient der möglichst schnellen Bauabwicklung.“

L 101

Am 4. Juli haben die Bauarbeiten auf der vollgesperrten L 101 zwischen Stumpf und Sonne begonnen. Die Arbeiten dauern 10 Wochen. Dann folgt der nächste Bauabschnitt zwischen Sonne und Habenichts (12 Wochen). Im Frühjahr erfolgt der Rest.

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