Grünes Licht für Umsetzung gegeben

Regionale: Schnellbus bekommt A-Status

Noch fährt lediglich die Buslinie 260 nach Köln. Das soll mit dem Schnellbus anders werden. Foto: RVK
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Noch fährt lediglich die Buslinie 260 nach Köln. Das soll mit dem Schnellbus anders werden.

Das Kreisprojekt macht einen großen Schritt nach vorn. Auch Wermelskirchen bereitet sich darauf vor.

Von Anja Carolina Siebel

Der Lenkungsausschuss der Regionale 2025 hat am 27. Oktober einem wichtigen Projektmodul im Kreis den A-Status verliehen und damit grünes Licht für die Umsetzung gegeben: Der Schnellbus nimmt laut Mitteilung der Regionale Agentur nun buchstäblich Fahrt auf in den Kreisen.

Leistungsfähige Schnellbuslinien sollen die bisher weniger gut angebundenen Kommunen und Räume im Bergischen Rhein-Land, wie auch Wermelskirchen und Burscheid, mit dem Schienennetz und den Großstädten am Rhein verbinden. Sie sollen eine schnelle und klimafreundliche Alternative zum Individualverkehr darstellen, die entlang von definierten Strecken angeboten wird. Zudem sollen die Busse die bestehende Straßeninfrastruktur entlasten.

„Die einzelnen Linien werden sukzessive eingeführt, die erste Linie zwischen Siegburg und Much fährt seit dem Sommer 2021“, heißt es in der Mitteilung. Jetzt erhalten die Schnellbuslinien SB 53 zwischen Much und Overath sowie SB 54 auf der Strecke Hennef – Ruppichteroth – Waldbröl den A-Status. Der Start der neuen Schnellbuslinien ist im Dezember 2021 geplant.

„Für die Umgebung um Wermelskirchen ist es noch nicht so weit, wir sind aber jetzt schon dabei, Ideen zu entwickeln, wie wir den Schnellbus in die Haltstellenstruktur unserer Stadt einbinden“, sagt Florian Leßke von der Stadtplanung auf Nachfrage.

Für Wermelskirchen sind aber bereits mehrere andere Projekte in der Regionale-Planung, die aber zum Großteil noch nicht so weit entwickelt sind, dass sie den A-Status haben, also in die Umsetzung gehen könnten. Leßke nennt etwa den Umbau der Alten Ziegelei in Hilgen als Kooperationsprojekt mit der Stadt Burscheid oder den Mobilitätsausbau der Balkantrasse.

Wie berichtet, sollen auch für die Trasse Verkehrskonzepte entwickelt werden, anhand derer die Kommunen des Nordkreises mit der Rheinschiene verbunden werden können, um vor allem Pendlern die Möglichkeit zu bieten, auch ohne Auto bequem in die Metropolen zu gelangen.

Regionale-Karussell dreht sich weiter

Ein Projekt, das bereits den A-Status erlangt hat, ist das Haus der Kulturen in Burscheid und die interkommunale kulturelle Kooperation mit der Nachbarstadt. Das Projekt verfolgt einen interkommunalen Ansatz, weil es im Verbund beider Städte entwickelt wurde. Dazu gehört auch die Stelle der Kulturmanagerin Jasmin Dorner, die bereits im Sommer ihren Dienst für beide Städte angetreten hatte.

Das Regionale-Karussell dreht sich indes weiter: Drei Projekte wurden vom Lenkungsausschuss C- jetzt auf den B-Status hochgestuft. Sieben Projekte wurden in den Qualifizierungsprozess der Regionale 2025 neu aufgenommen und erhielten den C-Status. Thematische Schwerpunkte bei den Neuzugängen liegen laut Agentur in den Bereichen „Entwicklung von Ortsmitten“ sowie in der „Transformation von Bestandsflächen“, Innovationsstandorte, Begegnungsräume und Talsperren.

Damit befinden sich nun insgesamt 61 Projekte im aktiven Qualifizierungsprozess der Regionale 2025. „Die Beschlüsse des Lenkungsausschusses zeigen erneut, wie gut die Themen und die Programmatik der Regionale 2025 auf die Bedürfnisse des Bergischen Rhein-Landes zugeschnitten sind“, sagt dazu Jochen Hagt, Landrat des benachbarten Oberbergischen Kreises und Vorsitzender des Lenkungsausschusses.

Projektlandschaft erweitert sich immer mehr

Die Projektlandschaft habe sich mit der Statusvergabe nochmals erweitert und bietet noch mehr Angebote für die Menschen und Unternehmen im Projektraum. Mit der Vergabe des A-Status an die Module des Projektes Schnellbusse im Bergischen Rhein-Land setze die Agentur „einmal mehr die gute Qualifizierungsarbeit gemeinsam mit den drei Kreisen fort“. Es lohne sich, sich mit Projekten zu bewerben.

Regionale 2025

Die Regionale 2025 ist ein Strukturförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen. Der Projektraum Bergisches Rhein-Land umfasst 28 Kommunen im Oberbergischen, Rheinisch-Bergischen und im östlichen Rhein-Sieg-Kreis. Zu den Aufgaben der Regionale 2025 gehören die Qualifizierung von Konzepten und Projekten, die Beratung der einzelnen Projektträger und die Kommunikation des Strukturförderprogramms. Wer mehr wissen möchte, kann sich im Internet informieren unter: www.regionale2025.de

Standpunkt: Der Zukunft zuliebe

Von Anja Carolina Siebel

anja.siebel@rga.de

Fairer Handel, bis vor ein paar Jahren klang das für die meisten Menschen wohl noch sehr abstrakt. Und irgendwie, wie Ulla Buhlmann es bunt aus der Vergangenheit schildert, hatte es ja auch etwas mit Jutebeuteln und Produkten, die irgendwo weit weg hergestellt werden, zu tun. Das hat sich grundlegend geändert. Seitdem der Klimaschutzgedanke und das Thema Nachhaltigkeit in der Lebensführung öffentlich diskutiert und von vielen sehr ernst genommen werden, geht es auch immer wieder darum, wo denn die Produkte, die man täglich konsumiert, herkommen. Auch die Stadtverwaltung achtet inzwischen darauf, möglichst auf fair gehandelte Produkte zu setzen. Der Weltladen am Markt hat sich mit seinem engagierten Team von einer kleinen Nischenbewegung zum gut sortierten Geschäft gemausert, in dem viele Wermelskirchener bereits Stammkunden sind. Wer noch keine Einblicke in die Arbeit der rührigen Mitarbeitenden hat, kann sich am kommenden Wochenende dort umschauen. Ein Blick hinter die Kulissen lohnt sich bestimmt. Um vielleicht auch künftig dort Kundin oder Kunde zu sein.

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