Ratsmitglieder überraschen Jürgen Scholz mit einer Gitarre

Mit der Gitarre, die er von den Ratsmitgliedern geschenkt bekam, will Jürgen Scholz sich nun den Ruhestand versüßen. Foto: Anja Carolina Siebel
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Mit der Gitarre, die er von den Ratsmitgliedern geschenkt bekam, will Jürgen Scholz sich nun den Ruhestand versüßen.

Haupt- und Personalamtsleiter verabschiedete sich im Stadtrat

Von Anja Carolina Siebel

Eigentlich habe er ja Schreiner werden wollen. Das berichtete Jürgen Scholz am Montagabend in seiner Abschiedsrede vor den Ratsmitgliedern. Das hätte nahe gelegen, denn Scholz wuchs in Buchholzen neben der ehemaligen Schreinerei Hessenbruch auf. Aber seine Mutter sei es gewesen, die anno 1977 beschlossen hatte, dass „der Junge“, der ja nun mal gerade sein Abitur gebaut hatte, Beamter werden möge.

Der heutige Haupt- und Personalamtsleiter wechselt wie bereits berichtet in diesen Tagen in den Ruhestand. Nach 44 Jahren aktiver Arbeit bei der Stadt Wermelskirchen. „Bereut habe ich die Entscheidung, dort anzufangen, nie. Fast nie“, sagte Jürgen Scholz mit einem Schmunzeln am Rednerpult.

In Erinnerung geblieben sind dem 63-Jährigen viele Wegbegleiter. Die Bürgermeister und Bürgermeisterinnen zum Beispiel, mit denen er „mal mehr, mal weniger“ klarkam. Freude hätte ihm die Amtseinführung der amtierenden Bürgermeisterin Marion Lück bereitet. „Ich hoffe, ich konnte ihr den Start etwas erleichtern.“ Aber auch sein ehemaliger Chef in der Kämmerei, Eduard Otter, oder der ehemalige Stadtdirektor Siegfried Störtte, von den Mitarbeitern im Rathaus oft liebevoll „Papa Störtte“ genannt, seien Scholz in guter Erinnerung geblieben.

Dass er sich im Schulverwaltungsamt und im Kontakt mit Schule immer am wohlsten gefühlt habe, daraus machte der Verwaltungsmann auch in seiner Abschiedsrede im Rat keinen Hehl. Federführend begleitet hatte Jürgen Scholz beispielsweise die Erweiterungen von Haupt- und Realschule in den 80er und 90er Jahren, den Aufbau der Sekundar- sowie der Waldschule sowie insgesamt zwei Schulentwicklungspläne.

Fraktionsvorsitzender und Ratsältester halten Reden

„Es hätte schlechter werden können“, schloss Scholz – und hatte wohl gedacht, er könne danach gemeinsam mit den Verwaltungsmitarbeitern und Ratsmitgliedern in gewohnter Manier zur Tagesordnung übergehen. Dem war aber nicht so. Der Ratsälteste, Friedel Burghoff, gratulierte ihm noch mit einem Gedicht über Zeit und einigen Worten. Und: Jochen Bilstein (Fraktionsvorsitzender SPD) sprach stellvertretend für die Fraktionen CDU, SPD, Grüne, WNK/UWG, FDP und BüFo. Dass Scholz jetzt nicht mehr „die zweite Geige im Rathaus“ spiele, sondern eher als Solist an der Gitarre aktiv sein würde, war ein Hinweis auf das Geschenk, das die Ratsmitglieder dem scheidenden Haupt- und Personalamtsleiter zum Abschied überreichten: Eine Konzertgitarre, auf der Scholz jetzt seine Fertigkeiten erproben kann. Somit hat er auch schon eine Beschäftigung, denn im Gespräch gab der Neu-Pensionär gerade noch zu: „Ich weiß noch nicht, was kommt. Ich lasse es auf mich zukommen.“

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