Mein Blick auf die Woche in Wermelskirchen

Rathaus: Offene Fragen in unsicheren Zeiten

anja.siebel@rga.de
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Thomas Marner verlässt das Wermelskirchener Rathaus. Ein schlechter Zeitpunkt, findet WGA-Redakteurin Anja Carolina Siebel. Stehen doch zur Zeit einige große Projekte an.

Wermelskirchen. Die Nachricht kam überraschend am Donnerstag in die WGA-Redaktion. Thomas Marner, bisher noch Technischer Beigeordneter der Stadt Wermelskirchen, wird das Bergische in Richtung Rhein-Erft-Kreis verlassen. Am kommenden Dienstag soll er zum Technischen Beigeordneten der Stadt Kerpen gewählt werden. Damit kehrt Thomas Marner Wermelskirchen den Rücken.

Über seine Beweggründe will sich der 51-Jährige derzeit noch nicht äußern, Fakt ist aber, dass sein Weggang Fragen aufwerfen wird. Zumindest bei jenen, die nicht unmittelbar in die Pläne der Stadtspitze eingeweiht sind. Vom voraussichtlichen Ausscheiden Marners wusste bisher kaum jemand.

Er geht jedenfalls in einer Zeit, in der viele Großprojekte anstehen, die er bisher mit begleitet hat. Allem voran die anstehende Neugründung der Gesamtschule oder – recht aktuell – das so genannte Innovationsquartier Rhombus, auf dem auch das neue Hallenbad entstehen soll. Und das bei derzeit völlig unkalkulierbaren Energiekosten, deren Stabilisierung erst einmal auch nicht in Sicht ist. Wer wird Marner wann nachfolgen? Und wird er oder sie sich schnell oder schnell genug in die Themen einfinden können? Marner hinterlässt somit für Wermelskirchener Bürger, und wohl auch das Gros der Ortspolitiker, offene Fragen in eher unsicheren Zeiten.

In Sachen Gesamtschule scheinen die Zeichen jetzt zumindest auf Einigkeit zu stehen. Nachdem Schulausschussvorsitzender Jochen Bilstein (SPD) bereits kritisiert hatte , dass es verwaltungsintern ganz offensichtlich Unstimmigkeiten zwischen der Bürgermeisterin und dem Ersten Beigeordneten gegeben hatte, hatte die Bürgermeisterin kurzerhand die Verantwortung für das Projekt an Stefan Görnert als Ersten Beigeordneten und Chef der Schulverwaltung übertragen.

Die Grünen gingen diese Woche ganz aktuell mit der Forderung nach Einigkeit an die Öffentlichkeit. Das „An-einem-Strang-Ziehen“ wird auch notwendig sein, wenn man das Gesamtschul-Schiff in Wermelskirchen tatsächlich pünktlich zum Schuljahr 2023/24 aus dem Hafen lassen will.

Denn schließlich wird es darum gehen, spätestens ab November die Eltern zu überzeugen. Für November ist wie berichtet eine erste Informationsveranstaltung für die interessierten Eltern anberaumt. Und sie sind es letztlich, die mit der Anmeldung ihres Kindes über den Start der neuen Gesamtschule entscheiden. Immerhin 100 Anmeldungen braucht es dafür.

TOP Heute erkunden Interessierte Ausbildungsbetriebe mit dem Bus. Die IHK macht es möglich.

FLOP Feuerwerk auf der Kirmes musste ausfallen.

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