Radweg: Anteil der Stadt liegt heute bei 340 000 Euro

Nadelöhr verschwunden, zweistreifige Straße da - ein ganz neues Fahrgefühl ergibt sich an der alten (und neuen) Unterführung oberhalb von Elbringhausen, wo es demnächst wieder eine etwa 13 Meter lange Brücke gibt.©
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Nadelöhr verschwunden, zweistreifige Straße da - ein ganz neues Fahrgefühl ergibt sich an der alten (und neuen) Unterführung oberhalb von Elbringhausen, wo es demnächst wieder eine etwa 13 Meter lange Brücke gibt.<br><i>©

Wenn alles gut geht, könnte der gut sechs Kilometer lange Radweg durch Wermelskirchen Ende dieses Jahres fertig werden. Wenn es wieder einen so frühen und heftigen Winter-Beginn gibt, wird's wohl eher bis zum Frühjahr 2012 dauern.

Harald Drescher gab im Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt am Montagabend einen Überblick über die unterm Strich 14 Bauabschnitte zwischen dem Bahnhof Hilgen und der Stadtgrenze zu Remscheid in Bergisch Born an der Kreisstraße 22. Er ging unter anderem auf die noch einzubauenden Brücken ein: in Bechhausen eine 26 Meter lange, in Schwarze Delle eine genau halb so lange. In Neuenhaus werde es eine Rampe geben, um auf den Radweg zu gelangen.

An der vormaligen Brücke Löh werde es die einzige Rampe geben, die nicht die behindertengerechte Norm von maximal 6 Prozent Steigung erfüllt, sagte Drescher auf Anfrage von Gisela Grangeret (Grüne). Das liege an der zu großen Höhendifferenz zwischen alter Bahntrasse und heutiger Straße Löh.

Im weiteren Verlauf würden noch eine Gewölbebrücke und der alte Tunnel bei Tente (Fußweg zum alten Badeteich) entfallen; in Höhe des Postwegs gebe es wiederum eine Rampe für den Radweg, der hier natürlich auch als Schulweg nutzbar sei.

Durch die Stadt geht's nur über Grüne Straße, Schwanen, Eich usw.; in Höhe der vormaligen Koksschütte der Stadtwerke erreicht der Radfahrer wieder den Weg auf der alten Bahntrasse. In Höhe Elbringhausen und Obi gebe es weitere Rampen für den Radweg. Von den 3,01 Millionen Euro Gesamtkosten brauche die Stadt letztlich nur 340 000 zu tragen. Das liegt an den Zuschüssen aus dem Fördertopf "Allen-Radwege", welche den städtischen Anteil auf zunächst 440 000 Euro senke, sowie an 100 000 Euro Eigenanteil für die Baubetreuung, welche noch abgezogen werden können.

Für die Unterhaltung, den Kehr- und Winterdienst, die Müllbeseitigung sowie die Grün- und Baumkronen-Pflege setzt die Stadtverwaltung pro Jahr 20 000 Euro an. Während die Brückenbauwerke kurzfristig fertiggestellt werden sollen, werde die eigentliche Trasse erst im Sommer ausgeschrieben; Drescher sagt den Abschluss dieser recht schnell möglichen Arbeiten für den Spätsommer voraus.

Hans-Joachim Geiser (FDP) regte einen Ortstermin für den Ausschuss an, wenn die Brücken aufgebaut sein werden.

Klaus Hake (WNK-UWG) machte darauf aufmerksam, dass Anlieger sich an der neuen Unterführung Elbringhausen wunderten, dass es nur auf einer Seite einen Gehweg gebe. Der auf der anderen Seite komme noch, informierte Harald Drescher. Bernhard Schulte (SPD) regte in Absprache mit Burscheid und Remscheid Informationstafeln an, die an bestimmten Stellen auf die im vorvergangenen Jahrhundert beginnende Geschichte der Bahntrasse aufmerksam machen.

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