Mehr Platz

Die Radtrasse soll breiter werden

Gibt es bald mehr Platz auf der Balkantrasse (hier mit dem Ziegeleiweg links)? Sie soll auf vier Meter verbreitert werden. Foto: Doro Siewert
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Gibt es bald mehr Platz auf der Balkantrasse (hier mit dem Ziegeleiweg links)? Sie soll auf vier Meter verbreitert werden.

Burscheid und Wermelskirchen haben das IKEHK beschlossen. Hier einige Ideen daraus.

Von Jürgen Heimann

Was nach der Abstimmung der beiden Stadtentwicklungsausschüsse von Burscheid und Wermelskirchen noch sehr theoretisch klang, könnte schon bald konkrete Formen annehmen. Auch wenn im Beschluss erst mal nur von einem grundsätzlichen Bekenntnis zu dem Interkommunalen Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept (IKEHK) und von einer Zusammenarbeit der beiden Nachbarstädte dabei die Rede ist. „Wir haben natürlich noch keine Planung“, so Burscheids Bürgermeister Stefan Caplan. Allerdings hat man auf beiden Seiten schon sehr konkrete Vorstellungen, was sich daraus entwickeln könnte. Hier einige Punkte, die in Zukunft umgesetzt werden sollen.

Panoramaradweg: Die Balkantrasse soll als „regionales Verkehrsband für den Alltags- und Tourismus-Radverkehr“ ausgebaut und qualifiziert werden. Gemeint ist damit auch, dass die Trasse von drei auf vier Meter verbreitert werden soll. „Das ist unser Ziel“, bestätigt Caplan einen der konkretesten Punkte des Konzeptes. „In Burscheid bekommen wir das in den wesentlichen Teilen auch hin.“ Lediglich an der Autobahnbrücke unter der A 1 hindurch müsse der schmalere Bereich bleiben. Da jetzt auch vier Meter breite Trassen wie jüngst auf Leverkusener Stadtgebiet gefördert werden, sei man optimistisch, über den interkommunalen Ansatz mit Wermelskirchen nachlegen zu können, einen breiteren Weg und damit eine Aufwertung der beliebten Trasse zu bekommen. Noch eine Vision ist die Verknüpfung der Balkantrasse mit anderen Verkehrsarten. Da der parallele Ausbau eines Schienenstrangs vermutlich illusorisch ist, wird über andere Formen der Mobilität nachgedacht - beispielsweise über kleine E-Busse.

Mobilität: Weniger perspektivisch, aber zwingend notwendig sei die Frage nach einer Verbesserung der Mobilität. Zuerst soll eine Machbarkeitsstudie zur leistungsfähigen Anbindung an die Rheinschiene sowie an Remscheid und Wuppertal erstellt werden.

Wohnraumkonzept: Auf den brachliegenden Arealen Bahnhof Hilgen und Alte Ziegelei soll Bewegung in die Planung kommen. Die Rede ist von „Arbeiten und Wohnen“. Beides könne mit der fortschreitenden Digitalisierung kombiniert werden.

TOURISMUS

INFO Weniger griffig sind die Vorstellungen zum Thema Kultur/Tourismus: Von „Kulturstationen der Region“ ist da die Rede, die qualifiziert werden müssten. Schwerpunkt: Musik für alle Generationen und Kulturen. Projekte für die „Regionale 2025“, die daraus erwachsen könnten, hätten aber nur im Verbund eine Chance.

Viele Menschen suchten Lösungen, bei denen sie nicht mehr den strapaziösen und umweltbelastenden Weg in Großstädte nehmen müssten. Bislang scheiterte eine Veräußerung der Areale daran, weil die Entsorgung der Brachen mit hohen Kosten verbunden ist. Nun könne man laut Caplan versuchen, Investitions-Interessenten über Fördermittel unter die Arme zu greifen. Der Löwenanteil des Geländes sei dabei auf Wermelskirchener Gebiet (etwa drei Viertel). Die Idee der interkommunalen Zusammenarbeit sei aber hier geboren worden.

Erster Schritt, um überhaupt festzustellen, welche Kosten bei der Beseitigung der Brache Alte Ziegelei auf Eigentümer und Investoren zukommen: eine Altlastenuntersuchung. Genau diese soll nun bald ebenfalls über eine Förderung in Angriff genommen werden.

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