Bühne

Psycho Sexy sorgt für Stimmung im AJZ

Zurück in Wermelskirchen: Psycho Sexy rockten am Samstagabend das AJZ Bahndamm.
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Zurück in Wermelskirchen: Psycho Sexy rockten am Samstagabend das AJZ Bahndamm.

Tribute-Band der Red Hot Chili Peppers gastierte zum siebten Mal in Wermelskirchen.

Von Theresa Demski

Als sich die Musiker gegen halb elf einen Weg durch die Menge suchen, wird es allerhöchste Zeit. Die Besucher im AJZ Bahndamm haben sich da längst einen Platz vor der Bühne gesucht, lange auf den irren Blick des Clowns auf der Bühnenwand gestarrt und dem großen Auftritt von Psycho Sexy entgegengefiebert. Nun suchen sich die Musiker also ihren Platz auf der Bühne.

Sänger Andreas Giannakopolous steckt den Kopfhörer fest, Oliver Barnscheidt spielt ein paar erste Töne auf der Gitarre und Bassist Marcel Fortmann gibt den Technikern noch letzte Hinweise, um auch selbst auf der Bühne genug zu hören. Dann sind alle Blicke auf Schlagzeuger Stephan Schierle gerichtet. Er gibt schließlich den Einsatz – und das Spektakel beginnt.

„Hallo Wermelskirchen, schön wieder bei euch zu sein“, ruft Andreas Giannakopolous – und er meint das auch so. Es ist eine Rückkehr auf vertrautes Terrain zu guten Freuden und echten Fans. Vor der Bühne ist es voll geworden. Wenn Psycho Sexy ruft, dann folgt das Wermelskirchener Publikum – eingefleischte Fans der Band Red Hot Chili Peppers genauso wie das vertraute Bahndamm-Publikum.

„Die sind einfach gut und schnell.“

Melli Albrecht, Zuschauerin

Allerdings scheinen sich die Zuhörer am Samstagabend anfangs noch von der Pause erholen zu müssen, die nach der Vorband Big Stroke entstanden war. Die Musiker aus Hückeswagen und Wermelskirchen hatten Punkrock im Gepäck gehabt. „Und sie haben sich selbst nicht so ernst genommen“, sagt Caro Beneking im Publikum. Als eine ganze Weile nach dem Abschied der Vorband dann die Red-Hot-Chili-Peppers-Tribute-Band übernimmt, braucht das Publikum ein paar Anfeuerungsrufe. Bei „Suck my kiss“ sitzt der Einsatz der Besucher noch nicht optimal und auch der Applaus ist noch zurückhaltend. „Wermelskirchen, das könnt ihr besser“, ruft Giannakopolous – in guter Erinnerung an vergangene Konzerte, die erst im Katt-Bistro, dann im Keil und schließlich im Bahndamm stattfanden. Zuletzt 2019.

Und Wermelskirchen kann es besser. Es folgt ein Rausch, ein Fest, ein langer Abend. Das Publikum kommt in Bewegung. Jetzt sind auch die echten Red-Hot-Chili-Peppers-Fans in bester Stimmung. Gitarrist Oliver Barnscheid braucht nur ein paar Töne zu spielen und schon gibt es hier und da im Publikum eine begeisterte Rückmeldung. Von „Dark Necessitis“ bis „Scar Tissue“: Der Bahndamm tanzt und jubelt, das Publikum ist jetzt außer Rand und Band. Jede bekannte Melodie, der Psycho Sexy eine eigene Note verpasst, wird gefeiert.

Und Andreas Giannakopolous tänzelt über die Bühne, als sei sie sein Studio oder sein Wohnzimmer. Er ist ständig in Bewegung, macht kaum einen Augenblick Pause – nur wenn er Gitarrist, Bassist oder Schlagzeuger das Rampenlicht überlässt. Dann toben sich die Musiker aus. Sehr zur Freude des Publikums.

Im Gepäck hat die Tribute-Band nicht nur Klassiker, sondern auch neue Stücke der Red Hot Chili Peppers. „Wir versuchen das jetzt“, kokettiert der Frontsänger gut gelaunt vor einem neuen Stück – und dann stimmt Marcel Fortmann ein paar Töne an. Von ganz hinten auf den Bänken tönt Jubel durch den Raum. „Black Summer“, ruft einer. Und dann wird es für einen kurzen Augenblick ungewohnt leise im Bahndamm. „A lazy rain am I. The skies refuse to cry.“ Das brandneue Stück der Red Hot Chili Peppers vom Album „Unlimited Love“ beginnt zaghaft – bevor wieder gerockt werden darf.

„Die sind einfach gut und schnell“, befinden Melli Albrecht und Caro Beneking auf der Bank in der letzten Reihe mit bester Sicht auf die Bühne. Das Publikum ist inzwischen nicht mehr aufzuhalten.

Hintergrund

Termin: Das Elektro-Punk Trio 100blumen spielt am 29. Oktober im AJZ Bahndamm. Die Gruppe wird als die „punkigste der deutschen Elektro-Punk Bands“ angekündigt. Post- und Crustpunk treffen auf Elektro und Drum ‚N‘ Bass. Das Konzert beginnt um 20.30 Uhr, Einlass ist um 19.30 Uhr.

Eintritt: Die Tickets zum Konzert kosten zwölf Euro im Vorverkauf und 15 Euro an der Abendkasse. Karten gibt es unter: punk.de/ticketshop

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