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Protestler fordern ein Umdenken in der Gesellschaft

Eileen Schubert (hinten links) ist mit ihren Kindern Michel und Freya auf der Klimademo.
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Eileen Schubert (hinten links) ist mit ihren Kindern Michel und Freya auf der Klimademo.

Klimastreik zieht durch die Innenstadt.

Zum globalen Klimastreik am Freitag rief der Ortsverband der Grünen in Wermelskirchen zum Protest auf. „Die Klimakrise ist die Existenzfrage unserer Zeit. Die Folgen der Klimaveränderung haben wir in den letzten Monat selbst zu spüren bekommen: Starkregen und Hochwasser, Hitzeperiode und Dürre, Waldbrände und sinkende Ernteerträge. Nur die hartnäckig Unbelehrbaren werden die vom Menschen gemachten Ursachen der spürbaren Katastrophe noch bezweifeln“, hieß es in der Ankündigung zum Streik.

Ausgestattet mit Rasseln und Megafonen traf sich eine Gruppe von 30 bis 40 Personen vor dem Bürgerzentrum – ausgestattet mit Plakaten, auf denen etwa stand „Dinos dachten auch, sie hätten noch Zeit“ oder „Vorrang für Fußgänger und Radfahrer!“

Nachdem Matthias Pahl von Greenpeace auf seiner Trompete das Protestlied „We shall overcome“ gespielt hatte, erklärte Ilo Kirsten-Polnik von den Grünen, warum sich die Gruppe in der Innenstadt von Wermelskirchen versammelt hatte: „Wir wollen ein Zeichen setzen, um die Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf die massiven globalen Probleme aufmerksam zu machen und zum Handeln zu bewegen.“ Auch den bergischen Wäldern vor Ort gehe es schlecht.

„Aber wer hat da die Hebel in der Hand?“, fragte ein Teilnehmer des Streiks. „Und warum sind die anderen Parteien jetzt nicht hier?“, fragte eine andere. „Es geht hier nicht um die Parteien, jeder Einzelne kann etwas bewegen“, erklärte Kirsten-Polnik. Um das zu veranschaulichen, lieferte Sabine Krämer-Kox vom ADFC das passende Beispiel: „Wenn eine Schneeflocke fällt, ist das nichts, wenn aber Tausende fallen, dann gibt das einen Schneesturm. Viele Einzelne sind die Masse!“ Die Gruppe, zu der sowohl Kinder als auch Senioren gehörten, zog anschließend weiter entlang der Telegrafenstraße über die Kölner Straße und wieder zurück. Danach gab es noch eine Diskussion mit den Teilnehmern.

Insgesamt gab es am Freitag bundesweit 272 Klimastreiks, zu denen „Fridays for Future“ aufgerufen hatte. Am Vormittag waren etwa 300 Schüler in Solingen auf der Straße, um für das Klima zu demonstrieren. „Die haben die Straßen lahmgelegt“, betonte Pahl. -lst-

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