Präses besucht Kirche in Unterburg

Dr. Thorsten Latzel (Mitte), Präses der Evangelischen Landeskirche, war in Unterburg zu Gast. Foto: Doro Siewert
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Dr. Thorsten Latzel (Mitte), Präses der Evangelischen Landeskirche, war in Unterburg zu Gast.

Der Zusammenhalt der Gemeindeglieder ist ungebrochen

Von Anja Carolina Siebel

Es war kein schöner Anlass für einen Besuch an der kleinen Kirche in Solingen-Unterburg, die zum Evangelischen Kirchenkreis Lennep und zur Evangelischen Gemeinde Wermelskirchen zählt. „Uns freut dieser Besuch trotzdem sehr“, unterstrich Pfarrer Martin Jetter vor der Kirche.

Der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Dr. Thorsten Latzel, war mit der Superintendentin des Kirchenkreises Lennep, Antje Menn, zu einer Andacht zu Gast.

Demenz-WG kann im Oktober schon wieder einziehen

Um sich ein Bild zu machen von der vom Hochwasser zu Teilen zerstörten Kirche. Bei einer Andacht kamen einige Gäste in Unterburg zusammen. „Wir sind immer wieder überwältigt von der Hilfe, die wir als Gemeinde immer wieder erfahren“, zeigte sich der Wermelskirchener Manfred Jetter erfreut. Gerade diese Woche noch seien einige Mitglieder einer befreundeten Gemeinde in Westfalen zu Gast gewesen, um feuchten Putz abzuschlagen. Bis die Kirche wieder so dasteht, wie sie früher einmal war, das wird dauern. Jetter: „Es ist eben noch mal etwas ganz anderes, eine Kirche aus dem 18. Jahrhundert wieder auf die Beine zu stellen.“ Jetter weiß, dass ohne Unterstützung von außen, sei es durch Spenden oder eben durch tatkräftiges Anpacken von Helfern, eine Sanierung nicht möglich wäre. „Auf solche Hilfe sind wir angewiesen.“

Ein ganzes Stück weiter sind die Arbeiten an den Einrichtungen der Diakonie in Unterburg. „Mit der Wohngemeinschaft für Demenzerkrankte können wir gottlob Anfang Oktober schon wieder an der Eschbachstraße einziehen“, berichtet Diakonie-Leiter Peter Siebel erfreut. „Die Wiederherstellung der Räume der Tagespflege wird noch einige Wochen in Anspruch nehmen, aber auch die sind noch dieses Jahr fertig.“

Peter Siebel ist dankbar, dass die elf Senioren der Demenz-WG nach der für alle belastenden Evakuierung aus dem Hochwasser im Juli im Malteserstift in Solingen-Mitte untergekommen. „Und zwar mitsamt ihrer Betreuer“, betont er. „Wir hatten riesiges Glück. Denn nach den traumatischen Erlebnissen wäre es fatal für die Senioren, aber auch fürs Team gewesen, hätte man alle auf verschiedene Häuser verteilt. Das blieb uns zum Glück erspart.“

Die Besucher der Tagespflege konnten im Goudahof in Solingen-Höhscheid unterkommen. Und können sich dort nun täglich mit ihren Betreuern treffen. „Das Angebot der Tagespflege ist auch für die Entlastung der Angehörigen sehr wichtig“, sagt Peter Siebel.

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