Streife

Polizisten radeln regelmäßig auf der Trasse

Sind auf dem Remscheider Abschnitt der Balkantrasse unterwegs: die Radpolizisten Anne Köhren und Oliver Podszuweit. Foto: Roland Keusch
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Sind auf dem Remscheider Abschnitt der Balkantrasse unterwegs: die Radpolizisten Anne Köhren und Oliver Podszuweit.

Beamte sind eher als Schlichter und Berater unterwegs. Seit 2014 gibt's ein zweites Dienstrad.

Von Thomas Wintgen

Polizeibeamte der Wermelskirchener Wache sind ab sofort im dritten Jahr auf der Balkantrasse präsent. Im Juli 2013 ging Polizeihauptkommissar Andreas Weilermann als Leiter auf Premierentour.

„Unsere Erfahrungen sind durchweg positiv“, sagt er; dabei gehe es aber nicht um Ordnungswidrigkeiten oder das Aufklären von Straftaten. „Nein, wir sind hier in erster Linie mit den Menschen im Gespräch“, sagt Weilermann – „insbesondere dann, wenn es Konflikte gibt.“

Standpunkt von Thomas Wintgen

Hier gehen Mütter und Familien mit Kindern und Kinderwagen, hier gehen Senioren, sind Rollstuhlfahrer unterwegs, Nordic Walker, Skater, Fahrradfahrer, Rennradfahrer und Hundehalter.

Dass die Polizei auf der Trasse ist, „spielt eine große Rolle“, weiß der Polizeichef – und sei ausgesprochen hilfreich, um „kleinere Scharmützel“ zu klären, sie nicht zu Konflikten werden zu lassen. Konflikte, die entstehen, wenn zum Beispiel der Rennradfahrer denkt, er sei hier auf seiner „Autobahn“. Weilermann hat vergangene Woche beim Nordic Walking einen Kollegen mit Dienstfahrrad auf der Trasse getroffen. Und „fünf bis zehn Minuten mit ihm gesprochen“.

Allein in dieser Zeit hätten vier bis fünf Passanten den an gelber Kleidung gut erkennbaren Kollegen angesprochen – eingeleitet sinngemäß mit „Was ich Ihnen immer schon mal sagen wollte, Herr Wachtmeister...“

Um verstärkt auf den Radwegen sein zu können, hat die Polizei für Wermelskirchen ein zweites Rad angeschafft – ohne Batterie; „das sind reine Trekkingräder“, erläutert Weilermann. Vier Kollegen sind aktuell vorbereitet für den aktuellen oder planmäßigen Fahrraddienst. Dabei deckt die Polizei vornehmlich an Wochenenden die Zeiten von 10 bis 18 Uhr ab – wenn auf der Balkantrasse am meisten los ist.

Auch auf dem Rad ist Telefonieren verboten

Bezirksdienstbeamter Andreas Bruns zum Beispiel ist durchaus auch zwischen den Balkan-Stücken unterwegs - also etwa auf der Kölner oder Telegrafenstraße. Dieser Tage „erwischte“ er einen Radler, der telefonierend in Richtung Brückenweg fuhr. Auf den Vorhalt von Bruns erwiderte der, er möge sich doch um wichtigere Dinge kümmern. Für den Radler war vorerst Endstation Polizei. . .

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