Polizei warnt vor Liebesbetrügern im Netz

Die Täter schreiben ihre Opfer über soziale Netzwerke an. Symbolfoto: cb
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Die Täter schreiben ihre Opfer über soziale Netzwerke an. Symbolfoto: cb

Gauner spielen ihren Opfern Zuneigung vor und wollen dann Geld

Von Anja Carolina Siebel

Rüdiger Heil kennt viele Betrugsmaschen. Und der Beamte des Kommissariats Opferschutz und Prävention bei der Kreispolizei wird nicht müde, vor den dreisten Betrügern zu warnen.

„Romance Scamming“ heißt eine Methode, die die Schurken derzeit gerne anwenden. Denn am morgigen Sonntag ist es wieder soweit – der Tag für Verliebte steht an. Für viele ein Tag für Geschenke, liebevolle Briefe oder E-Mails. Es ist der Valentinstag, der für viele Menschen für Zweisamkeit steht. „Weil sich viele Singles danach sehnen, sind sie dann auch besonders anfällig für perfide betrügerische Methoden in sozialen Netzwerken“, weiß Rüdiger Heil.

Einige wurden um mehr als 100 000 Euro betrogen

Die Polizei Rhein-Berg weist deshalb jetzt auf die besonders perfide Vorgehensweise einiger Betrüger hin, die durch das sogenannte „Romance Scamming“ versuchen, zunächst das Vertrauen und anschließend das Geld ihrer Opfer zu erlangen. Und das funktioniert meist so: Nach der ersten Kontaktaufnahme, die meistens über Online-Partnerbörsen oder in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram erfolgt, werden die Opfer, häufig Frauen, mit Liebesbeteuerungen und Aufmerksamkeiten bedacht, unterstützt durch äußerst attraktive Personenabbildungen. Durch Vorspiegelung außergewöhnlicher Lebensumstände wie zum Beispiel angeblich dringend notwendiger Auslandsreisen, Tod naher Angehöriger, Diebstahl von Geldmitteln oder auch angeblich entwendetes Reisegepäck, werden die Opfer nach anfänglichen unverfänglichen Gesprächen über Beruf, Familie und Liebe letztlich von den Betrügern um Bargeldüberweisungen gebeten. Andere Vorgehensweisen zielen auf Kopien Ihrer Pass- beziehungsweise Reisepassdaten oder das Einreichen gefälschter Schecks oder Überweisungsaufträge auf ihr eigenes Bankkonto ab. Hier wird von dem Opfer verlangt, bis auf einen kleineren Betrag die Summe ins Ausland zurück zu überweisen, was in letzter Konsequenz womöglich auch zu einem Strafverfahren gegen das Opfer führen kann.

Rüdiger Heil weist darauf hin, dass auf diese Weise schon Opfer um Geldbeträge von mehr als 100 000 Euro gebracht wurden. „Wir gehen zudem davon aus, dass die Dunkelziffer Betrogener sehr hoch ist, weil sie sich oft schämen, eine solche Tat zur Anzeige zu bringen und somit ja zuzugeben, dass sie sich haben täuschen lasen.

Mehr Informationen gibt es beim Kriminalkommissariat Kriminalprävention/Opferschutz der Polizei unter Tel. (0 22 02) 205-434, -433 oder -430 oder im Internet.

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/

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