Neubaugebiet

Planungen für Johnenheide starten

Hinter dem bereits bebauten Wohngebiet Johnenheide an der B51 liegt das Brachland, das nun bebaut werden soll.
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Hinter dem bereits bebauten Wohngebiet Johnenheide an der B51 liegt das Brachland, das nun bebaut werden soll.

Stadtrat fasst mehrheitlich den Aufstellungsbeschluss. Vertreter von SPD und Grünen haben Bedenken.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Im Ausschuss für Stadtentwicklung und Verkehr (StuV) hatte es sich angekündigt (wir berichteten): Die Erneuerung des Aufstellungsbeschlusses für den Bebauungsplan „Neuenhöhe-Mitte“ erfolgte auch im Rat einstimmig. Das Plangebiet „Johnenheide“ in Tente-Neuenhaus, wo 40 Wohneinheiten entstehen sollen, löste allerdings Gesprächsbedarf aus – der Ausschuss vertagte die Beratung in den Stadtrat, dieser diskutierte und verabschiedete das neue Wohngebiet dennoch mehrheitlich bei drei Gegenstimmen (zwei aus der SPD- und eine aus der Grünen-Fraktion).

Für die SPD formulierte Norbert Galonska, der formell zweiter stellvertretender Bürgermeister Wermelskirchens ist und auch gerne als „Bürgermeister von Tente“ bezeichnet wird: „Ich habe Bedenken, ich will weitere Informationen dazu haben.“ Galonska verwies auf weitere neue Wohneinheiten, die in Tente in der Planung seien: „In Schwarze Delle gibt es noch freie Grundstücke und der Investor, der die Pfeiffersche Fabrik gekauft hat, will auch 44 Wohneinheiten schaffen.“

Wachstum heißt Schaffung von Infrastruktur.

Frank Kaluscha, Grüne

Die Sozialdemokraten treibt die Sorge um die Infrastruktur um, wie Petra Weber betonte: „Bei der Entstehung neuer Wohngebiete muss größtes Augenmerk auf ausreichend Kindergarten- und Schulplätze gelegt werden.“ Die SPD-Stadtratsfraktion würde dazu bestimmt den einen oder anderen Antrag stellen, kündigte Petra Weber an. Grünen-Sprecher Stefan Janosi insistierte, dass Photovoltaik-Anlagen für die Neubauten in Johnenheide verpflichtend vorgeschrieben werden müssten.

Dem hielten Bürgermeisterin Marion Lück und der Technische Beigeordnete Thomas Marner entgegen: „Im Kindergartenbedarfsplan, der gerade neu aufgestellt werde, und im Schulentwicklungsplan werden neue Wohngebiete stets berücksichtigt.“ Obendrein würden alle weiteren Schritte nach der Aufstellung eines Bebauungsplans immer in den Fachausschüssen erneut vorgetragen und beraten. Der Verwaltung sprangen Redner der CDU bei. Randolph Schmidt, auch StuV-Vorsitzender, appellierte: „Wir dürfen aus dem Rat keinen Fachausschuss, wo solche Dinge zu diskutieren sind, machen und können hier keinen Stillstand produzieren.“

Christin Klicki erinnerte daran, dass das Ziel des Wachstums der Einwohnerzahl doch Konsens sei: „Wir machen doch gerade für das Neubaugebiet Johnenheide den ersten, allerkleinsten Schritt – den sollten wir machen, bevor alles kaputt geredet wird.“ Diesen grundsätzlichen Ansatz sah Frank Kaluscha (Die Grünen) anders: „Wir wollten 35 000 Einwohner behalten, wir wollten nie wachsen durch Flächenversiegelung. Wachstum heißt Schaffung von Infrastruktur.“

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