Infoveranstaltung

Photovoltaik: Mehr als 10.000 Dächer in Wermelskirchen sind geeignet

SBEW-Berater Tobias Hamböcker (l.) im Gespräch: Die Nachfrage war im Bürgerzentrum groß.
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SBEW-Berater Tobias Hamböcker (l.) im Gespräch: Die Nachfrage war im Bürgerzentrum groß.

Infoveranstaltung von BEW, Stadt und Verbraucherzentrale im Bürgerzentrum.

Von Theresa Demski

Eine lange Schlange bildet sich nach den Vorträgen am Stand der BEW: Eignet sich mein Hausdach für eine Photovoltaikanlage? Mit dieser Frage waren viele Besucher ins Bürgerzentrum gekommen. Die Bergische Energie- und Wasser-GmbH (BEW) und die Stadt hatten gemeinsam zum Infoabend über Photovoltaik eingeladen – auch Verbraucherzentrale, Bauverein und Handwerksbetriebe waren dabei.

Zu der großen Frage nach den richtigen Flächen gesellte sich beim Infoabend ein ganzer Strauß von Unsicherheiten: „Ich wüsste gerne, wie wirtschaftlich so eine Anlage ist“, sagte ein Herr, der gerade in der Broschüre eines Installateurs blättert. In Zeiten steigender Energiepreise bewegte diese Frage viele Menschen im Bürgerzentrum.

Sie kamen mit ganz unterschiedlichen Fragen zum Prozess, um alternative Energien selber zu nutzen. Weit über 100 Besucher fanden den Weg ins Bürgerzentrum. Davon zeigten sich BEW-Geschäftsführer Jens Langner und Bürgermeisterin Marion Lück überrascht. „Genau wie ich werden Sie sich sicher ärgern, zu lange gewartet zu haben“, begrüßte die Bürgermeisterin die Besucher. Aktuell seien Module und Handwerker schwer zu bekommen. „Aber lassen Sie uns trotzdem gemeinsam nach guten Perspektiven Ausschau halten“, ermutigte sie.

Die Fachleute rührten dann auch kräftig die Werbetrommel für die Photovoltaik (PV). Bis 2045 wolle Deutschland klimaneutral unterwegs sein, erinnert Langner. „Dafür muss noch viel passieren.“ Aktuell würden 42 Prozent des Energiebedarfs aus alternativen Energien produziert. Bis 2030 sollen es schon 80 Prozent sein. „Dafür ist jedes Dach und jede Fläche wichtig“, betonte Langner und ermutigte die Besucher, ihre eigenen Flächen in den Blick zu nehmen. 700 Photovoltaikanlagen gebe es aktuell in Wermelskirchen. „Über 10 000 Dächer sind in Wermelskirchen gut bis sehr gut geeignet“, sagt Langner.

Florian Bublies, Energieberater der Verbraucherzentrale, fuhrt fort: „Mit der Photovoltaikanlage lassen sich alle notwendigen Prozesse im Haus mit Solarstrom bedienen. Entweder Sie nutzen ein Batteriespeichersystem oder Sie speisen ins Netz ein“, sagte er und stellte dann klar: „Die Zahlen für die Einspeisung sind allerdings der ernüchternde Teil. Wir empfehlen also, das Nutzungsverhalten so zu organisieren, dass der Eigenstromanteil möglichst hoch ist.“

Rund anderthalb Stunden lauschten die Besucher den Worten diverser Fachleute, stellten Fragen – die Energiewende nimmt Fahrt auf. Auch in Wermelskirchen.

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