Biotop

Pflegekonzept fürs Eifgen ist vom Tisch

Das Gelände im Eifgen am ehemaligen Eifgen-Freibad ist heute ein Biotop
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Das Gelände im Eifgen am ehemaligen Eifgen-Freibad ist heute ein Biotop.

Die Grünen ziehen ihren Antrag kurzfristig zurück.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Ihren ursprünglichen Antrag auf Erstellung eines Pflegekonzepts für das Biotop im ehemaligen Freibad im Eifgental zogen die Grünen während der jüngsten Sitzung des Umweltausschusses zurück.

Auslöser dafür waren Erläuterungen des Technischen Beigeordneten der Stadtverwaltung, Thomas Marner. Die Wermelskirchener Grünen-Fraktion hatte in ihrem Antrag festgestellt, dass das Biotop im unter Naturschutz stehenden Bereich anfangs von der Biologischen Station betreut, jedoch zuletzt achtlos gelassen wurde. „Es befindet sich in einem sehr schlechten Zustand – das bestätigen auch Naturschutzverbände wie der Bergische Naturschutzverein“, stellte Jörg Hucklenbroich für die Grünen fest. Dieser Zustand müsse sich ändern, zumal der Investor „LO-Projects“ nunmehr das Areal gekauft habe und dieses entwickeln wolle.

„Das Biotop hätte besser gepflegt werden müssen, es ist vor sich hin gedümpelt – niemand in der Stadtverwaltung hatte es auf dem Schirm“, gestand Thomas Marner ein. Das habe sogar „LO-Projects“ selbst so festgestellt. Aber: Es wäre schlechter Stil, wenn die Stadt als Verkäufer des Areals jetzt im Anschluss an die Kaufabwicklung weitere Auflagen machen würde.  Marner zeigte sich überzeugt: „Der Investor hat sich in Sachen Natur sehr sensibel gezeigt, er wird sich kümmern.“

Bebauungsplanverfahren steht noch aus

Inhaltlich wäre das Ansinnen des Grünen-Antrags berechtigt, ein Pflegekonzept müsse jedoch nicht extra her, führte der Beigeordnete aus: „Das ist ein Naturschutzgebiet. Und für die Entwicklung des Areals im Eifgental durch den Investor wird es ein Bebauungsplanverfahren geben.“ In Zuge dessen würde es Festsetzungen durch die Behörden geben – genauso durch den Rheinisch-Bergischen Kreis für die Naturschutzaspekte: „Es werden Schutztatbestände und Schutzziele festgeschrieben.“

Mit dieser Zusage, dass der Investor bei seinem Vorhaben zur Beachtung des Naturschutzes verpflichtet wird und sich um das Biotop kümmere, gab sich Jörg Hucklenbroich zufrieden und zog den Antrag zurück, so dass keine Abstimmung darüber erfolgen musste.

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