Abschied

Pfarrer Albrecht Keller verlässt die Wupperorte

Pfarrer Albrecht Keller wechselt wahrscheinlich nach Wermelskirchen.
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Pfarrer Albrecht Keller wechselt wahrscheinlich nach Wermelskirchen.

Von Remlingrade/Dahlerau nach Wermelskirchen.

Von Joachim Rüttgen

Radevormwald. Die evangelische Kirchengemeinde Wermelskirchen-Dabringhausen kündigte jüngst für den 1. Mai einen Probegottesdienst an – mit Pfarrer Albrecht Keller. Der verrichtet seinen Dienst derzeit aber in der evangelischen Kirchengemeinde Remlingrade/Dahlerau. Noch. Es sei zwar noch nicht spruchreif, weil die Wahl erst Ende Mai stattfinden werde, aber es sehe wohl so aus, dass er wechseln werde, bestätigte der 54-Jährige auf Anfrage.

Im August gehen in der Nachbarstadt sowohl Pfarrer Reinald Rüsing in Dhünn als auch das Dabringhausener Pfarrehepaar Elke und Rüdiger Mielke in den Ruhestand. Keller würde eine Vollzeitstelle für beide Gemeinden übernehmen. „Eine reizvolle Stelle“, sagt Keller, der beide Gemeinden gut kennt. 13 Jahre habe er dort gelebt und gearbeitet.

Die Kontakte seien nie abgebrochen. Die Planungen sehen vor, dass der Pfarrer eine Diakonin zur Seite gestellt bekommt, die sich vor allem um die Jugendarbeit in Dabringhausen kümmern soll. „Die Aufteilung soll so sein, dass ich 60 Prozent Dabringhausen mache und 40 Prozent in Dhünn, was in etwa auch der Größe der Gemeinden entspricht“, sagt Keller. Insgesamt betreut er dann 3500 Gemeindeglieder – etwa 1300 in Dhünn und 2200 in Dabringhausen. Wenn Keller die Stelle antritt, ist das für ihn also so etwas wie die Rückkehr in die alte Heimat. Viele der Jugendlichen, die er damals begleitet hat, sind nun Mitarbeiter in den Gemeinden.

Wermelskirchen bietet eine bessere Perspektive

Keller fängt nicht bei null an, sondern kennt die Gemeinden, kennt die Wünsche der Menschen. „Ich weiß, worauf ich mich einlasse, aber auch, dass das kein Spaziergang wird“, sagt er. Denn die personelle Situation sei auch in Dabringhausen und Dhünn dramatisch. Immerhin ist Keller jetzt mit einer Stelle für Aufgaben zuständig, die zuvor zwei bis drei Köpfe erledigt haben. Und Dhünn und Dabringhausen seien durchaus anspruchsvolle Gemeinden. Aber die Kommunikationsstrukturen liefen meist auf persönlicher Ebene ab.

Für die Gemeinde Remlingrade/Dahlerau sei die Situation natürlich auch nicht schön. Das Gemeindeleben erwache nach der akuten Corona-Zeit gerade wieder etwas, außerdem sei die finanzielle Situation sehr angespannt. Das war auch ein Grund dafür, dass Keller wechseln will. „Auf die Länge der Zeit gesehen, hätte ich sowieso damit gerechnet, dass ich meine Vollzeitstelle in den Wupperorten verlieren werde“, sagt er. Insofern biete der Wechsel nach Wermelskirchen einfach eine bessere Perspektive.

Intern liefen die Diskussionen über die Perspektiven der Wupper-Gemeinden bereits länger. „Und da sind schon drastische Einschnitte zu erwarten und zu befürchten“, sagt Keller. Was mit seiner Stelle an der Wupper passiere, das müsse der Kreissynodalvorstand im Kirchenkreis Lennep entscheiden.

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