Peinliche Vorstellung vom Landesbetrieb Straßen NRW

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Die Woche

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Von Anja Carolina Siebel

Noch sagen sich Regenwurm und Maulwurf an der Umgehungsstraße in Dabringhausen gute Nacht. Aber bald schon soll dort, direkt an der K 8 Richtung Hilgen, der neue Edeka-Vollsortimenter entstehen. Die Stadt hat Glück mit dem kulanten Investor, der sich von vorneherein dazu bereiterklärt hatte, einen Kreisverkehr vor dem neu entstehenden Laden mitzubauen – auf eigene Kosten. Nun ja, da hatten die Verantwortlichen von Stadt, Politik und Edeka die Rechnung aber ohne den Landesbetrieb Straßen NRW und dessen Versäumnisse gemacht. Wie sich in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Verkehr quasi im Kleingedruckten herauskristallisierte, könnte es nun nämlich sein, dass Straßen NRW „aufgrund derzeitiger personeller Engpässe“ nicht in der Lage sein wird, rechtzeitig die erforderlichen Genehmigungen beizubringen. Und das könnte die Stadt nicht nur eine popelige Summe, sondern immerhin rund 250 000 bis 300 000 Euro kosten. Dann nämlich, wenn sie wegen der Verzögerung den Kreisel schließlich selbst bauen muss. Das ist wirklich eine peinliche und ärgerliche Panne, die man so nicht einfach hinnehmen kann. Schon gar nicht von einem Landesbetrieb, der für Straßen- und Brückenbau in der gesamten Region zuständig ist. Bleibt zu hoffen, dass die Stadtverwaltung mit ihren Verhandlungen erfolgreich sein und sich doch noch alles zum Guten wenden wird.

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Großes Thema diese Woche war das geplante Corona-Impfzentrum. Nach den kreisfreien Nachbarstädten Remscheid und Solingen rückte nun auch der Rheinisch-Bergische Kreis mit dem Standort raus, an dem das erste Impfzentrum entstehen soll: Im Rhein-Berg-Center im Herzen Bergisch Gladbachs soll geimpft werden. Kreis, Stadt und das Wermelskirchener Krankenhaus setzen sich zudem dafür ein, dass später vielleicht sogar in Wermelskirchen eins entstehen soll. Was aber allen klar sein muss: Die Aussicht auf ein Impfzentrum bedeutet längst noch nicht, dass die Bevölkerung Anfang des neuen Jahres durchgeimpft ist. Das wird dauern. Allein schon deshalb, weil zuerst die sogenannten vulnerablen Gruppen, also Ältere und vorerkrankte Menschen, sowie Ärzte und Pflegepersonal geimpft werden sollen. Das ist auch gut so. Denn der Corona-ausbruch im Seniorenheim Haus Regenbogen zeigt deutlich, wie vielen Sorgen und Unsicherheiten gerade die Menschen in diesen Einrichtungen ausgesetzt sind. Es ist nicht damit getan, die Senioren dort als „ohnehin alt und tatterig“ abzustempeln und zu separieren. Gerade sie haben ein Recht auf einen erfüllten Lebensabend – mit ihren Lieben.

WiW hält an verkaufsoffenem Sonntag fest.

BGV kann derzeit nicht arbeiten.

anja.siebel @rga-online.de

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