„Bett&Bike“

Pauschalangebote für radelnde Touristen

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BURSCHEID Nahe der Bahntrasse soll es „Bett&Bike“ geben: Hotels müssten dafür fahrradfreundlich sein.

Von Jürgen Heimann

Der Panorama-Radweg eröffnet ungeahnte Möglichkeiten. Nicht nur jenen, die jetzt auf das Rad umsatteln und die Region auf zwei Rädern erkunden. Auch die Kommunen und Gastronomiebetriebe können sich freuen: Womöglich bescheren die ehemaligen Bahntrasse und deren Vernetzung mit anderen Radwegen der Stadt und der Umgebung in naher Zukunft touristische Nachfrage.

Tatsächlich bestätigt Burscheids Bürgermeister Stefan Caplan entsprechende Pläne und bereits vor längerer Zeit begonnene Anfragen bei hiesigen Betrieben. „Wir befinden uns seit einem Dreivierteljahr in Gesprächen mit Hotels in der Stadt.“ Und diese Gespräche scheinen schon derart konkret zu sein, dass Caplan mit den Ergebnissen schon bald an die Öffentlichkeit treten möchte. Bislang verrät er nur: „Wir sind dabei, Pauschalangebote mit ihren zu kreieren.“

Interessant seien diese Übernachtungen (Bett&Bike) laut Caplan nicht für Menschen, die aus 100 Kilometer Entfernung zum Ausflug kämen, sondern aus 200, 300 Kilometern – und weiter.

Frank Schopphoff, Sprecher des ADFC Wermelskirchen glaubt, dass selbst Touristen aus Großstädten wie Berlin bald die Region mit dem Rad erschließen könnten. „Das ist ein Konzept mit Zukunft. die Leute buchen das.“

Noch fehle die Kooperation der Kommunen untereinander

Defizit in der bergischen Region sei allerdings noch die Zusammenarbeit der Städte. „Uns fehlt noch die Kooperation der Kommunen untereinander.“ Etwa zwischen Odenthal und Burscheid. „Bis wir als Fahrradregion auch touristisch interessant werden, haben wir noch viel zu tun.“ Burscheids Bürgermeister verweist allerdings auch hier auf erste Gespräche beispielsweise mit Remscheid.

Allerdings sieht auch er noch ein anderes Defizit. Die Hotels müssten sich auch fahrradfreundlich nennen dürfen. Den Begriff „Bett&Bike“ dürften die Häuser nicht einfach nur in einen Katalog schreiben. „Das ist ein Zertifizierungsprozess.“ Entsprechend werde unter anderem geprüft, ob Anbindungen und Unterstellmöglichkeiten vorhanden und auch Angebote für Familien vorhanden seien.

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