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Partner gestalten Kunst-Adventskalender

(v.l.) Anne Wild, Stefan Leßenich, Susanne und Rainer Kocherscheidt, Susanne Fuchs, Sonja Sieberts, Jutta Mader und Axel Pulm sind Adeventkalender-Partner
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(v.l.) Anne Wild, Stefan Leßenich, Susanne und Rainer Kocherscheidt, Susanne Fuchs, Sonja Sieberts, Jutta Mader und Axel Pulm sind Adeventkalender-Partner

Es ist die 16. Auflage dieses besonderen und in Wermelskirchen sehr beliebten Exemplars – Ab 16. November ist er zu haben.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Einen Wermutstropfen gab es bei der Vorstellung des Wermelskirchener Adventskalenders: Lorena Scurrano, die als Künstlerin für das ausgewählte Motiv der beliebten Vorweihnachtsfreude verantwortlich ist, ist erkrankt und konnte deshalb nicht dabei sein. Ihr Kunstwerk zeigt ein farbenfroh und plastisch gestaltetes Kirchenfenster, das Fotografin Jutta Mader als Kalendermotiv produzierte.

Bereits zum 16. Mal bringt die Wermelskirchener Spezialfirma für Kartonage-Verpackungen Kocherscheid den Kalender heraus. Als Kooperationspartner steuert die Konditorei Wild die Pralinen bei, die Werkstatt Lebenshilfe Bergisch Land liefert die Kunstwerke, aus denen letztlich das Motiv ausgewählt wird.

„Wir haben Gruppen im heilpädagogischen Bereich mit Kunst-Angeboten. Dort entstehen die Kunstwerke“, erläuterten die Gruppenleiterin Susanne Fuchs und die pädagogische Fachkraft Sinja Sieberts von der Lebenshilfe. Für ihre Schützlinge sei das künstlerische Arbeiten immens wichtig: „Sie trägt zur Selbstwirksamkeit bei.“

Der Geschäftsführer der Lebenshilfe, Axel Pulm, betonte indes: „Der Adventskalender hat eine große Bedeutung in unserem Jahresablauf. Da wird regelrecht darauf hin gefiebert.“ Rainer Kocherscheid und seine Ehefrau Susanne produzieren den Adventskalender jährlich, ohne damit einen Gewinn zu erzielen, pro verkauftem Exemplar gegen zwei Euro an die Lebenshilfe zur Unterstützung deren Arbeit: „Uns geht es um die langjährige gute Beziehung zur Lebenshilfe und deren Unterstützung. Die Produktion der Kalenderverpackung fällt sicherlich aus dem Schema unserer alltäglich gewohnten Produktionen heraus.“

Ähnlich beschrieb es Anna Wild bei der Vorstellung der 2022-Variante des Kalenders: „Wir planen jedes Jahr und bestücken den Kalender auch mit immer wieder neuen Kreationen.“ Wichtig sei dabei nicht zuletzt die Reihenfolge, mit der die süßen Leckereien nach Datum hinter den Türchen zum Genuss hervorgeholt werden: „Die Pralinen sind zwar alle lange genug haltbar, aber bestimmte Aromen verflüchtigen sich schneller als andere. Das berücksichtigen wir. Und wir bestücken die Kalender ganz frisch – zwischen der Bestückung und dem Verkauf liegen keine langen Lagerzeiten.“

Ebenso sei für die rein handwerklich arbeitende Konditorei die Produktion eine Herausforderung, denn jede Praline muss bis zu 700 Mal gefertigt werden. Das geht an die Kapazitätsgrenzen. „600 Kalender sind fertig bestückt, Sonderbestellungen sind möglich“, sagte Anna Wild: „Die Adventskalender sind stets sehr schnell vergriffen. Wir hoffen, dass am 20. November insgesamt 700 Stück verkauft sind.“

Leßenich kaufte Kalender für die Verwaltung

Für eine Überraschung bei der Kalender-Präsentation sorgte der stellvertretende Bürgermeister Stefan Leßenich. Da das Original-Kunstwerk, das als Motiv für den Kalender dient, jährlich ebenfalls zugunsten der Lebenshilfe verkauft wird, schlug er gleich zu. Er kaufte das Kunstwerk für die von Susanne und Rainer Kocherscheid sowie den Lebenshilfe-Vertretern veranschlagten 250 Euro und betonte: „Ich kaufe das Werk als Privatmann und werde es der Stadtverwaltung zur Verfügung stellen, damit es im Rathaus einen angemessenen Platz findet.“ Leßenich fügte hinzu: „Sobald es die Gesundheit der Künstlerin Lorena Scurrano zulässt, werden wir sie zu einem vereinbarten Termin ins Rathaus einladen und ihr präsentieren, wo ihr Werk für die Menschen ausgestellt wird.“

Wie die Lebenshilfe-Vertreter berichteten, hatten sie die Kunstprojekte zum Adventskalender unter das Motto „Ein Licht der Hoffnung in die Welt entsenden“ gestellt. Lorena Scurrano arbeitet seit August 2009 in der Werkstatt Lebenshilfe. Sie sei sofort von dem Gedanken begeistert gewesen, das Adventskalenderbild zu gestalten und ihre Gedanken hierzu ausführlich zu besprechen.

Kalender kaufen

Der in Kooperation entstandene Wermelskirchener Adventskalender ist ab Mittwoch, 16. November, erhältlich

Der Wermelskirchener Adventskalender zugunsten der Lebenshilfe-Werkstatt kostet 36,50 Euro und ist ein Gemeinschaftswerk mehrerer Partner. Zwei Euro pro verkauftem Exemplar sind für den guten Zweck. Zu bekommen ist der Kalender bei der Konditorei und dem Café Wild am Markt 1 in Wermelskirchen

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