Die Woche von Anja Carolina Siebel

Pandemie: Vieles hätte besser vorbereitet sein können

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Die Zeiten haben sich verändert.

Wermelskirchen. Geschäfte haben weitgehend geschlossen, Bars, Kneipen und Restaurants sind dicht, Flugzeuge stehen seit Monaten in den Hangars und an den Skipisten wird nicht mehr gejodelt und gefeiert. Die Corona-Pandemie hat das Leben um uns herum stillgelegt. Allerdings gibt es viele, die trotzdem derzeit gehörigem Stress ausgesetzt sind. Allem voran natürlich das Personal in den Kliniken und Arztpraxen sowie den Gesundheitsämtern. Aber auch in Alten- und Pflegeheimen herrscht alles andere als Ruhe. Mit steigenden Infektions- und leider auch Todeszahlen aufgrund von Covid-19-Erkrankungen stehen gerade sie massiv unter Druck. Erschwerend hinzu kommt nun, dass in den Senioreneinrichtungen und Tagespflegen regelmäßige Corona-Schnelltests verpflichtend sind. Und zwar sowohl bei Mitarbeitern als auch bei Bewohnern oder Gästen der Tagespflegestätten.

Peter Siebel von der Wermelskirchener Diakoniestation sendete deshalb diese Woche bereits einen Hilferuf aus. Und auch die Caritas Rhein-Berg rief nach Unterstützung. Der Grund: Ihnen fehlt schlicht das Personal, um diese Testungen regelmäßig vorzunehmen. Gleichwohl einige Mitarbeiter schon für das Testverfahren geschult worden seien. Zur Unterstützung werden jetzt vor allem Ärzte oder geschulte medizinische Fachkräfte gesucht. Es zeigt sich einmal mehr, wie unvorbereitet Bund und Länder in diese zweite Infektionswelle geschlittert sind. Und man fragt sich, ob nicht schon im Sommer absehbar hätte sein können, dass diese Zeit einmal kommen wird. Längst hätten entsprechende Schulungen stattfinden oder Ärzte und Personal für die Testungen, die ja schon lange gefordert waren, gesucht werden können.

Ähnlich unausgereift ist der Plan, ab sofort kostenlos FFP2-Masken für Risikopatienten auszugeben. An sich eine gute Sache, aber auch an dieser Stelle kritisieren Apotheker zu Recht, dass der Plan erstens viel früher hätte umgesetzt werden können und dass zweitens noch nicht wirklich klar ist, wer unter welchen Voraussetzungen die Maske bekommt, respektive, welche Dokumente er dafür vorweisen muss. Zudem stellen sich viele Nutzer der Masken zu Recht die Frage, ob die denn nun auch wirklich sicher sind. „Fluffig“ und dick reicht nämlich nicht aus. Um Qualität nachzuweisen, muss die Maske ein entsprechendes Gütesiegel haben, um sicherzustellen, dass wirklich nichts durchdringt. Schade, dass es vielfach immer noch so hakt bei der Infektionsbekämpfung.

TOP Impfzentrum des Kreises ist schon fertig.

FLOP Die Infektionszahlen verändern sich kaum, der Inzidenzwert steigt auch im Kreis leider weiter.

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