Pandemie: Es wird zunehmend ermüdend

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Die Woche

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Von Anja Carolina Siebel

Die Entwicklung der Dörfer nimmt Fahrt auf. Lange schon hatten die Ortspolitiker bei der Verwaltung angemahnt, sich intensiver um Dhünn und Dabringhausen zu kümmern. Dabringhausen macht jetzt den Anfang. Eine Förderung von 102 000 Euro aus dem von der CDU angestoßenen Dorferneuerungsprogramm sollen dem dortigen Dorfpark zugutekomme. Ein Beispiel für eine mögliche Neugestaltung könnte etwa eine barrierearme Zuwegung von der Altenberger Straße aus sein. Ben Schmidt von der Dabringhauser CDU kann sich auch zusätzliche Beleuchtung, eine Ergänzung des Spiel- und Freizeitbereiches für Jung und Alt und zusätzliche Sitzmöglichkeiten (Bänke und Tisch-Bank-Kombinationen) vorstellen. Nun geht es darum, dass sich Politik und Verwaltung bei der Planung nicht vergaloppieren und strategisch vorgehen. Nur dann kann wirklich etwas aus der Weiterentwicklung von Dabringhausen und auch Dhünn werden.

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Langsam wird es eklig. Fast vier Monate Lockdown haben bei den meisten Spuren hinterlassen. Und es geht nicht nur darum, dass die Fitness wegen der fehlenden Sportprogramme verschwunden und Pferdeschwänze und Bärte wegen der zeitweise Schließung der Friseure länger geworden sind. Sondern es geht um viel Wichtigeres. Viele Existenzen sind bedroht, Gastronomen, Kulturtriebende, Kleinunternehmer und Händler wissen zum Teil nicht mehr, wie es weitergehen soll, psychische Erkrankungen wie Depressionen oder Angststörungen nehmen zu, Perspektivlosigkeit macht sich breit. Ganz nebenbei füllen sich wieder die Krankenhäuser, auch mit Covid-19-Patienten – aber die Strategien fehlen. Gut sichtbar wurde die Hilflosigkeit der Bundes- und Landespolitik, aber auch der Städte und Kreise, auch an aktuellen Beispielen aus dem Kreis. Da kam beispielsweise die Nachricht vom Ministerpräsidenten, dass Impfarzt Dr. Hans-Christian Meyer die Null-Rest-Spritze, aus denen offenbar mehr Impfstoff zu gewinnen ist als aus herkömmlichen, zwar nutzen darf – aber bitte nur eigenverantwortlich und bis die vorhandenen zur Neige gegangen sind. Das wird dann als „pragmatische Lösung“ verkauft. Nicht einig waren sich jüngst auch die Bürgermeister der Städte im Kreis und der Landrat. Während Letzterer noch am Dienstag von einer „harten Notbremse bei einer Inzidenz von 100“ sprach, wollen die Bürgermeister mit Hilfe einer Teststrategie mehr öffnen. Kurz: Es bleibt schwierig. Und undurchsichtig. Und einfach nur noch ermüdend.

Impfstart in den Hausarztpraxen hat immerhin stattgefunden.

Pande- mie führt zu vielen Rechtsstreitig- keiten.

anja.siebel @rga-online.de

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