Bundestagswahl 2021

Von gedrückt bis sehr zufrieden: Das sagen die Wermelskirchener Politiker zum Wahlergebnis

Wahlhelfer bereiten Auszählung vor - briefwahl
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Eine Wahlparty im Bürgerzentrum gab es nicht – Die Stimmung war einzig bei den CDU-Vertretern gedrückt

Von Anja Carolina Siebel

Keine Wahlparty im Bürgerzentrum und auch im Kreishaus in Bergisch Gladbach war es eher ruhig. Die Wermelskirchener Ortspolitiker hielten sich am Wahlabend entsprechend vorwiegend zu Hause auf.

Aber auch dort gab es für einige Grund, etwas zu feiern. „Ich bin diesmal sehr zufrieden“, sagt Jochen Bilstein, Fraktionsvorsitzender der Wermelskirchener SPD, als sich gegen 21 Uhr zumindest ein deutlicher Trend abzeichnete – sowohl in Berlin als aber vor allem auch im Rheinisch-Bergischen Kreis. „Im Vergleich zu den Vorjahren haben wir natürlich deutlich gewonnen und wir hoffen, dass Olaf Scholz nun auch Kanzler wird.“ Bilstein wünscht sich eine Ampelkoalition, also eine Regierung von SPD, der FDP und den Grünen.

Bundestagswahl 2021: Die Einzelergebnisse aus 24 Wahllokalen in Wermelskirchen

Stefan Leßenich, Stadtverbandsvorsitzender der CDU, war hingegen verständlicherweise mit den starken Verlusten seiner Partei auf Bundesebene wenig zufrieden: „Wir hätten uns natürlich deutlich mehr erhofft.“ Leßenich erwartet wegen der jetzt folgenden Koalitionsverhandlungen, dass Angela Merkel zunächst noch als Kanzlerin im Amt bleiben wird: „Ich denke, sie wird bis Ende des Jahres sicher noch dabei sein.“
Hier geht es zum Live-Ticker zur Bundestagswahl im Rheinisch-Bergischen und Oberbergischen Kreis.

FDP und Grüne sind mit den Ergebnissen zufrieden

Für Dr. Hermann-Josef Tebroke, der für den Kreis wieder das Direktmandat gewinnen konnte, freue er sich, sagt Leßenich. „Wir haben gemeinsam Haustürwahlkampf gemacht und da konnte man sehen, dass er bei den Leuten viele Sympathien hat.“

Als „Kanzlermacher“ wurden am Abend in den Medien bereits die FDP und die Grünen gehandelt, weil deren Koalitionsentscheidungen letztlich richtungsweisend sein könnten. „Wir hätten uns auf Bundesebene ein noch besseres Ergebnis vorstellen können“, sagt Marco Frommenkord (FDP), aber das Ergebnis ist auf jeden Fall passabel. Jetzt kommt es auf die weiteren Verhandlungen an, die sicher noch spanender werden.“

Auch Stefan Janosi (Grüne) hatte sich statt der knapp 14 Prozent „eher 16 oder mehr gewünscht. Aber auch wir können mit dem Ergebnis gut leben.“ Janosi kann sich wie Jochen Bilstein eine Ampel-Koalition vorstellen. „Wobei ich Christian Lindner als gewissen Hemmschuh sehe. Ich weiß nicht, ob wir mit ihm unsere Ziele wirklich durchsetzen können.“

Oliver Platt (BüFo) verfolgte die Wahl gestern live im Rathaus – als Wahlhelfer. „Die Stimmung war gut. Und ich hatte das Gefühl, dass die Menschen sich schon nach Veränderung in der Bundespolitik sehnen. Von daher kann ich mir Olaf Scholz als Kanzler gut vorstellen. Aber spannend ist, was danach kommt auf Bundesebene.“

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