Ortspolitiker sollten sich aufs Wesentliche konzentrieren

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Die Woche

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Von Anja Carolina Siebel

Die Woche startete turbulent im Wermelskirchener Rathaus. Denn bei der zweiten konstituierenden Ratssitzung unter Leitung von Bürgermeisterin Marion Lück verlief nicht alles so glatt, wie sich das wohl die meisten Ortspolitiker und Verwaltungsmitarbeiter erhofft hatten. Es gab Scharmützel und Spitzfindigkeiten unter den Ratsmitgliedern, vor allem zwei geheime Wahlen, die für Verwirrung bei den meisten Sitzungsteilnehmern sorgten. Bei allem Respekt für die Demokratie und deren Möglichkeiten: Gerade jetzt ist es wichtig, dass sich keine negativen Strömungen ins politische Leben schleichen. Sich zu verstricken in persönlichen Befindlichkeiten und Klein-Klein, wäre das falsche Signal für Wermelskirchen. Vielmehr sollte es darum gehen, sich jetzt als neues Team zusammenzuraufen und anzupacken. Themen gibt es genug. Es ist unnötig, jetzt noch über Vergangenes zu diskutieren, wie Andreas Müßener von Zukunft Wermelskirchen das gerne tun würde. Er hatte wie berichtet angekündigt, sich wegen des Wahlausgangs für den Krankenhaus-Aufsichtsrat bei der Kommunalaufsicht beschweren zu wollen. Ein Plan, mit dem er nicht nur scheitern würde, sondern der obendrein auch zu nichts führt. Völlig unnötig und zeitraubend.

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Das Reich des Michael Dierks von der Kulturinitiative ist das Haus Eifgen. Das steht allerdings derzeit leer. Dierks hatte Mitte der Woche die Entscheidung mitgeteilt, auch im Dezember wegen der Corona-Pandemie und ihrer Auswirkungen keine Veranstaltungen dort stattfinden zu lassen. Erst mal eine sinnvolle Entscheidung. Die auch Gastronomen inzwischen treffen. So gibt zum Beispiel Angela Borchert vom Café Tilley ihren Abholservice bis auf Weiteres auf – weil sich das für sie und ihr Team nicht lohnt. Kurz: Ein bisschen Resignation macht sich breit bei Gastwirten und Kulturtreibenden ob der unsicheren Situation. Wann und wie sie ihre Pforten wieder öffnen dürfen, bleibt völlig unklar. Nachvollziehbar ist, dass es derzeit wegen steigender Corona-Infektionszahlen keine Sicherheit geben kann und dass ein Teil-Lockdown wie zurzeit praktiziert, sicher möglicherweise sinnvoll sein könnte. Fakt ist aber auch: Gastwirte und Kulturschaffende sind allesamt keine Scheichs, die zeitlich unbegrenzt in einer solchen Situation verharren können, ohne dauerhaft mit ihren Unternehmen Schaden zu nehmen. Und die düstere Prognose, wie unsere Region ohne blühende Gastronomie und buntes kulturelles Leben aussehen würde, hat in diesen Tagen wohl jeder schon einmal gezeichnet.

Kreis bekommt Geld für Straßenbau.

Pflegen- de Angehö- rige fühlen sich alleingelassen.

anja.siebel @rga-online.de

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