Blasmusik

Orchester zeigt seine Facetten

Klangvoll und voluminös: Das Blasorchester Dabringhausen zeigte in der Mehrzweckhalle, wie facettenreich Blasmusik ist.
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Klangvoll und voluminös: Das Blasorchester Dabringhausen zeigte in der Mehrzweckhalle, wie facettenreich Blasmusik ist.

In der Mehrzweckhalle in Dabringhausen gab es stehende Ovationen.

Von Stephan Singer

Bei bestem Spätsommer-Wetter kamen die Besucher in T-Shirts, kurzärmeligen Blusen und Hemden in die Mehrzweckhalle Dabringhausen. Dort trug das Herbstkonzert des Dabringhausener Blasorchesters den Namen nicht nach dem Jahreszeit, sondern war dem Termin nach Ende des meterologischen Sommers geschuldet.

Unter der Leitung von Dirigent Peter Wuttke legte das Blasorchester vor rund 250 Gästen wieder einmal ein Zeugnis großartigen Könnens ab. Mit sechs Stücken vor und sieben Liedern nach der Pause sorgte das Ensemble für voluminöse Klänge. Die ersten stehenden Ovationen vom Publikum erntete das Blasorchester bereits nach der ersten Hälfte des Programms.

Dass sich Blasmusik nicht auf das oberflächliche „Uff-Ta-Ta“ beschränkt, zeigte das Herbstkonzert deutlich. Da entführte das Medley „Moment for Morricone“ mit Melodien des 2020 verstorbenen Komponisten Ennio Morricone, der teils unter Pseudonym die Musik zu über 500 Filmen beisteuerte, in die Kino-Welt der Italo-Western. Mit „Autumn Leaves“ griffen die Akteure musikalisch auf das Herbst-Thema zurück und spielten einen Welthit, der unter anderem auch in der Version von Eric Clapton Bekanntheit erlangte. An der Posaune glänzte Martin David als Solist bei der Blasorchester-Version von „Autumn Leaves“.

Ein bekanntes Gesicht der Wermelskirchener Musikwelt saß am Abend des Herbstkonzerts im Publikum: Les Searle. Dennoch leistete der Jazz-Tausendsassa, der von 1966 bis 2001 eine private Musikschule in Remscheid leitete, seinen Beitrag. Er hatte die Stücke „Friends“ und „Oh mein Papa“ für das Blasorchester Dabringhausen zur Aufführung beim Herbstkonzert arrangiert. Zu „Oh mein Papa“ kehrte ein „alter“ Bekannter auf die Bühne in Dabringhausen zurück: Alexander Murach, der schon vor 30 Jahren mit dem Blasorchester spielte, sorgte für das Solo. Moderator Oliver Groß kommentierte mit einem Lachen in Richtung von Les Searle: „Leider wohnt er im falschen Dorf von Wermelskirchen, nämlich in Dhünn. Aber das lassen wir heute Abend ausnahmsweise mal durchgehen.“

Besondere Konzerte als Projekt-Idee

„Ich versuche, solche besonderen Konzerte als Projekt zu sehen. Ich lade bekannte, aber auch befreundete und ehemalige Musiker zu uns ein – speziell für diesen einen Konzerttermin“, sagte die neue Vorsitzende des Dabringhausener Blasorchesters, Steffi Groß, die das Amt im Frühjahr von Kirsten Steinhaus übernommen hatte.

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