Wegen unterschiedlicher Ansichten

Oliver Wilke ist neues CDU-Mitglied in Wermelskirchen

Andreas Müßener (l.) und Oliver Wilke. Foto: Andreas Müßener
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Andreas Müßener (r.) und Oliver Wilke.

Der 34-Jährige hat die Partei „Zukunft Wermelskirchen verlassen und sich der CDU angeschlossen.

Von Susanne Koch

Wermelskirchen. Oliver Wilke (34) ist ab sofort neues CDU-Mitglied in Wermelskirchen. Er hat „Zukunft Wermelskirchen“ wegen unüberbrückbarer Differenzen verlassen. Oliver Wilke behält sein Mandat und ist dann das 20. Mitglied der CDU-Ratsfraktion. Das gaben am Samstag der Vorsitzende der CDU, Stefan Leßenich, der Fraktionsvorsitzende Michael Schneider und Oliver Wilke bekannt.

Stefan Leßenich betont, dass er ein langes Gespräch mit Oliver Wilke geführt habe. „Wir sind uns in den wichtigen Fragen einig gewesen“, sagt der Parteichef. „Mir liegt das C der CDU sehr am Herzen und das ist auch mein Maßstab, der in der Politik eine große Rolle spielen sollte.“ Soziale, menschliche Werte seien ihm wichtig, das Menschenbild, eine familiengerechte Politik. „Politisch haben wir in den kommenden Jahren einiges zu bewältigen“, sagt Stefan Leßenich. „Die Gesamtschule muss gestaltet werden, das Hallenbad neu gebaut, die Energiekrise wird uns immer stärker geschäftigen.“

Oliver Wilke sei, nachdem er sich von „Zukunft Wermelskirchen“ getrennt habe, von sich aus auf die CDU zugegangen und hätte das Gespräch gesucht. Sowohl der CDU Parteivorstand wie auch die CDU-Ratsfraktion hätten einstimmig für die Aufnahme von Oliver Wilke gestimmt.

Oliver Wilke bewegt sich damit politisch zurück zu seinen Wurzeln. Auch sein Vater Karl-Heinz Wilke ist Mitglied der CDU. „Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den anderen Mitgliedern der Fraktion“, sagt Oliver Wilke. Und auch der CDU-Fraktionsvorsitzende Michael Schneider ist schon ganz gespannt auf das erste Zusammentreffen mit allen auf der ersten Fraktionssitzung nach den Sommerferien – am nächsten Donnerstag.

Oliver Wilke ist gelernter Versicherungskaufmann und arbeitet derzeit als Lagerist. Er hat eine Lebensgefährtin, die wiederum zwei Kinder mit in die neue Gemeinschaft gebracht hat.

„Zukunft Wermelskirchen“ ist nun keine Fraktion mehr

Da Oliver Wilke jetzt seinen Fraktionssitz mit zur CDU genommen hat, ist „Zukunft Wermelskirchen“ keine Fraktion mehr. Das heißt, der Verein ist jetzt nur noch mit einer Stimme im Rat vertreten. Andreas Müßener („Zukunft Wermelskirchen“) hatte bis zuletzt versucht, Oliver Wilke davon zu überzeugen, sein Mandat aufzugeben.

Standpunkt von Susanne Koch: Partei hat nun ein Problem

susanne.koch@rga.de

Die CDU hat nun ein neues Mitglied – sogar direkt ein Ratsmitglied. Unüberbrückbare Differenzen gibt Oliver Wilkeals Grund an, warum er den Verein „Fraktion Wermelskirchen“ verlassen hat und zur CDU übergewechselt ist. Sein Ratsmandat behält er und nimmt es sozusagen mit an einen anderen Ort. Auch wenn es die Mitglieder von „Zukunft Wermelskirchen“ als ungerecht empfinden, rechtlich gibt es da nichts dran zu rütteln. Und es ist in vielen anderen Fällen in anderen Kommunen bereits so oder ähnlich gelaufen.

Der Verein „Zukunft Wermelskirchen“ hat jetzt ein Problem. Der Verein hat nun keinen Fraktionsstatus mehr. Unter Umständen müssen die Vereinsmitglieder aus finanziellen Gründen sogar ihre Geschäftsräume aufgeben. Die Mitglieder von „Zukunft Wermelskirchen“ müssen sich nun zusammensetzen und beraten, wie sie die personelle Lücke sinnvoll füllen können.

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