Klinikum

Offener Brief: Mehr Geld fürs Krankenhaus

Oliver Platt hat einen Brief mit Forderungen geschrieben.
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Oliver Platt hat einen Brief mit Forderungen geschrieben.

Bürgerforum in großer Sorge – Preissteigerungen schlagen sich nieder.

Wenn sehenden Auges die wirtschaftliche Katastrophe für viele Kliniken nicht abgewendet werde sollte, wäre das ein weiteres Indiz für die Bürgerschaft, das Vertrauen in die verantwortliche Politik zu erschüttern. Diese Haltung vertritt Oliver Platt, Fraktionsvorsitzender des Bürgerforum (Büfo), in einem Offenen Brief an den Bundestagsabgeordneten Dr. Hermann-Josef Tebroke (CDU). Platt fordert Tebroke zur Unterstützung auf, damit die Krankenhäuser und nicht zuletzt das Wermekskirchener, mit mehr finanziellen Mitteln ausgestattet werden.

„In diesem Zusammenhang verweise ich auf die ‚Entschließung des Bundesrates zur Sicherung der Liquidität von Krankenhäusern und anderen Einrichtungen‘, mit welcher die Bundesregierung aufgefordert wird, unverzüglich eine Regelung zu treffen, damit die derzeit anfallenden Mehrkosten, insbesondere in den Krankenhäusern zeitnah auskömmlich gegenfinanziert und die Liquidität rasch gesichert werden kann“, schreibt Oliver Platt und erläutert: „Die Deutsche Krankenhausgesellschaft weist darauf hin, dass nach mehr als zwei Jahren Pandemie extreme Preissteigerungen bei Energie, Medizinprodukten, Dienstleistungen und vielem mehr die Krankenhäuser vor enorme Herausforderungen stellen werden. Dadurch bedingt geraten zahlreiche Kliniken in extreme wirtschaftliche Schwierigkeiten. Es ist dringend erforderlich, hierfür einen Inflationsausgleich zu gewähren.“

Ähnliche Forderungen stellt auch das Klinikum Wermelskirchen

Die CDU Wermelskirchen stellte bereits ähnliche Forderungen, nachdem der Geschäftsführer des Wermelskirchener Krankenhauses, Christian Madsen, die „Alarmstufe Rot“ – wie Oliver Platt es nennt – ausgerufen hatte. „Wenn es für Krankenhäuser und Praxen keinen Inflationsausgleich gibt, erwarten uns ungesteuerte Insolvenzen im ganze Land“, sagte Madsen.

Seit Wochen und Monaten halte er intensiven Kontakt zu den Verbänden und zu Bundestagsabgeordneten, um auf die Situation hinzuweisen – genauso wie viele andere Krankenhäuser und Kliniken. „Wir hatten immer auf eine Lösung gehofft, aber jetzt wird es brenzlig“, betonte Christian Madsen. Der Krankenhaus-Geschäftsführer mahnte aber genauso dazu, die Ruhe zu bewahren. „Unsere Situation in Wermelskirchen ist erst mal stabil“, unterstrich er, „wir wollen sie aber auch stabil halten.“ -sng-

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