Oberburger Hotel: Weiterhin große Mängel beim Brandschutz

Bereits im März mussten Flüchtlinge aus der Ukraine wieder aus dem Hotel von Andreas Heibach ausziehen. Archivfoto: Christian Beier
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Bereits im März mussten Flüchtlinge aus der Ukraine wieder aus dem Hotel von Andreas Heibach ausziehen. Archivfoto: Christian Beier

Vorerst keine Flüchtlinge im „In der Straßen“

Von Björn Boch und Simone Theyßen-Speich

Im Hotel „In der Straßen“ in Oberburg werden vorerst keine Flüchtlinge aus der Ukraine beherbergt werden können. Grund seien weiterhin „ganz erhebliche Brandschutzmängel“, teilte die Stadt nach einem Termin vor Ort mit. Bauamt, Feuerwehr, Brandsachverständige und Handwerker hatten sich am Montagvormittag mit Inhaber Andreas Heibach in Oberburg getroffen. Heibach wollte das Hotel gerne als Unterkunft für Geflüchtete zur Verfügung stellen. Aufgrund der Brandschutz-Mängel mussten bereits dort untergebrachte Flüchtlinge aus der Ukraine im März aber wieder ausziehen.

Heibach hatte daraufhin angekündigt, ein Konzept vorlegen zu wollen und mit Helfern die Mängel zu beheben, damit das Hotel möglichst schnell wieder für Geflüchtete genutzt werden könne. Tobias Berg, Leiter des Stadtdienstes Bauaufsicht, teilte nach dem Ortstermin auf Anfrage schriftlich mit: „Dem Eigentümer sowie dessen Architekt wurde durch den Stadtdienst Bauaufsicht sowie die Abteilung Vorbeugender Brandschutz der Feuerwehr aufgezeigt, welche brandschutztechnischen Anforderungen zu beachten beziehungsweise zu erfüllen sind.“ Die Unterbringung von Flüchtlingen aus der Ukraine im ehemaligen Hotel „In der Straßen“ scheide weiterhin aufgrund der bestehenden erheblichen Brandschutzmängel aus: „Mit einer kurzfristigen Entscheidung ist in dieser Sache nicht zu rechnen.“

Investition könnte sechsstellig werden und ist nicht zu stemmen

Andreas Heibach kündigte daraufhin an, seine Pläne vorerst nicht weiterzuverfolgen, „weil das von uns erstellte Brandschutzkonzept so von der Feuerwehr nicht mitgetragen wird“, wie er dem ST sagte. Einige Dinge seien machbar, der Knackpunkt sei eine Brandmeldeanlage, die installiert werden müsse. Diese Investition im fast sechsstelligen Bereich sei nicht zu stemmen. Seine Hilfsaktion im März sei aus einer Notlage entstanden, als Geflüchtete in der Region in Turnhallen übernachtet hätten. Zumindest derzeit gebe es diese Notlage nicht mehr.

Die Stadt erklärte, dass es aufgrund der ganz erheblichen Brandschutzmängel mindestens eines Bauantrages mit Brandschutzkonzept bedürfe. Der Stadtdienst Bauaufsicht sowie die Feuerwehr stünden für Rückfragen und Beratungen weiterhin zur Verfügung.

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