Kultursommer

Nur eine Beschwerde wegen der Konzerte

Beim Start der Kulturfabrik auf dem Rhombus-Gelände standen ihm die Haare nicht wegen Lärms zu Berge. Foto: Doro Siewert
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Beim Start der Kulturfabrik auf dem Rhombus-Gelände standen ihm die Haare nicht wegen Lärms zu Berge.
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Auftakt des Kultursommers auf dem Rhombus-Gelände ist gelungen

Von Markus Schumacher

Wermelskirchen. Es ertönte Punkmusik, es röhrten die Gitarren und dröhnte das Schlagzeug. Und das an einem sonst lauschigen Sommerabend in Wermelskirchen. Da müssen doch nach dem Auftakt des Kultursommers auf dem Rhombus-Gelände die Drähte beim Ordnungsamt geglüht haben, oder? „Nein, wir hatten nicht eine einzige Beschwerde“, erklärt Dezernent Stefan Görnert auf Nachfrage.

Eine Beschwerde hätte es schon gegeben, ergänzt Ordnungsamtsleiter Arne Feldmann: „Die Anruferin hatte sich allerdings schon am Freitagnachmittag gemeldet – da hatte die Veranstaltung noch gar nicht angefangen.“

600 Besucher verursachten auch kein Verkehrschaos

Die etwa 600 Besucher sorgten am Freitagabend auch nicht für ein Verkehrschaos rund um das Rhombus-Gelände. „Es gab keine zugeparkten Straßen“, erläutert Feldmann. „Ich schätze auch, dass 80 Prozent der Besucher zu Fuß da waren.“

Wer doch mit Auto gekommen war, parkte vorwiegend bei der Feuerwehr, so die Beobachtung von Arne Feldmann. Das Ordnungsamt sei bei der Auftaktveranstaltung vor Ort gewesen. Und Feldmann bilanziert: „Der Veranstalter hat sich an alle Auflagen gehalten.“

Um Punkt 23.31 Uhr sei die Musik aus gewesen, und um Schlag 24 Uhr das gesamte Gelände wieder menschenleer und aufgeräumt. „Alles top“, findet Feldmann. Lob habe es aber auch vom Veranstalter, dem AJZ Bahndamm, für die Zusammenarbeit mit der Stadt gegeben, weiß Görnert.

Anders als etwa in Remscheid habe es auch keine Beschwerden aus Nachbarstädten gegeben. „Die hatten ja auch extra Tontechniker hier, die alles optimal ausgerichtet haben“, berichtet Stefan Görnert.

„Ich glaube, die Nachbarn werden auch mit den restlichen Veranstaltungen des Kultursommers gut leben können“, sagt Feldmann. Der Auftakt sei ja gleich ein Paukenschlag gewesen, ab jetzt dominieren sowieso die ruhigeren Töne. Gestern Abend etwa spielte das Graceland-Duo Thorsten Gary und Thomas Wacker Lieder von Simon and Garfunkel. Vonseiten der Stadt freut man sich jedenfalls auf die weiteren Veranstaltungen schon. „Das hat sich rumgesprochen“, weiß Görnert, „sogar Besucher aus dem Ruhrgebiet waren hier.“

Auch das AJZ sei froh gewesen: „Sie werden nun in der Szene wieder wahrgenommen.“ Und am Bahndamm will man künftig öfter wieder Konzerte veranstalten. Ärger mit Nachbarn hat es nie gegeben.

Standpunkt

anja.siebel@rga.de

Kommentar von Anja Carolina Siebel

Im sozialen Netzwerk hatte es vorab eine Beschwerde gegeben. Der Soundcheck für das Rhom’b’n Roll-Konzert im Rahmen des Kultursommers sei schon zu laut gewesen, hatte es da geheißen. Und immerhin hatten sich ja auch die Anwohner in Zenshäuschen schon mal beschwert, weil der Lärm auf dem Gelände des Jungendfreizeitparks nicht ertragbar sei. Da war es eigentlich zu erwarten, dass das Ordnungsamt am Wochenende gut zu tun gehabt hätte rund um das Festivalgelände. Aber dem war nicht so. Und das ist gut so. Denn ist es nicht so, dass die Freude über wieder stattfindende Veranstaltungen dieser Tage eher groß sein sollte? Na klar, Lärm findet keiner gut und jeder hat das Recht auf Nachtruhe. Aber die Veranstaltungen nahe der B 51n sind spätestens vor Mitternacht zu Ende und finden allesamt am Wochenende statt. Also sollten wir uns darauf auch weiterhin freuen. Die nächsten Wochen wird es noch einiges an Kunst und Kultur am Rhombus-Gelände geben, versprechen die Veranstalter der Kultur-Fabrik. Und darauf haben die meisten auch nach langer Durststrecke wegen der Corona-Pandemie sehnlichst gewartet.

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