Jugendarbeit

Neuer Streetworker will skaten lernen

Torben Faubel ist neuer Streetworker in Wermelskrichen. Er folgt auf Marc Spies.
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Torben Faubel ist neuer Streetworker in Wermelskrichen. Er folgt auf Marc Spies.
  • Anja Carolina Siebel
    VonAnja Carolina Siebel
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Torben Faubel möchte regen Kontakt zu Jugendlichen halten.

Wermelskirchen. Lange war die Stelle bei der Stadtverwaltung vakant, nachdem der ehemalige Streetworker Marc Spies nach nur kurzer Zeit überraschend Wermelskirchen verlassen hatte.

Zwar nicht ganz pünktlich zur Eröffnung des Jugendfreizeitparks in Zenshäuschen, aber kurz danach stellt die Verwaltung nun ihre Neubesetzung der Stelle der „Aufsuchenden Jugendarbeit“ vor: Torben Faubel ist demnach der neue Streetworker in Wermelskirchen. Wie die Verwaltung aktuell mitteilt, war der 33-jährige Sozialwissenschaftler bisher für die FC-Stadionakademie in Köln zuständig, hat dort Workshops für Jugendliche organisiert und geleitet. Die Zeit der Sommerferien will der Vater von zwei Kindern (3 und 5 Jahr alt) nutzen, um Konzepte für die Kinder und Jugendlichen in Wermelskirchen zu entwickeln.

Seit sieben Jahren lebt Faubel mit seiner Familie in Wermelskirchen. Er freue sich auf die neue Aufgabe in der Stadt: „Die aufsuchende Jugendarbeit ist eine herausfordernde Gesamtkombination, die viel Potenzial birgt“, sagt Torben Faubel, der „gerade an allen Stellen in der Stadt anzutreffen ist, an denen die Jugendlichen zusammenkommen“, heißt es in der Mitteilung. Am Jugendfreizeitpark spiele er regelmäßig mit den Mädchen und Jungen Basketball, wolle sich nun aber auch von den versierten Skaterinnen und Skatern das Skaten beibringen lassen: „Mein Sohn will das unbedingt lernen und da lerne ich doch gleich mit“, sagt er.

Streetworker-Bus könnte zum mobilen Büro werden

Derzeit ist der neue Streetworker in Gesprächen mit den Vereinen und auch der Beratungsstelle, mit denen er vor allem im Bereich der Präventionsarbeit Hand in Hand zusammenarbeiten will.

„Es wird viele Möglichkeiten für Kooperationen geben, damit wir den Kindern und Jugendlichen dann ein großes Angebot bieten können“, kündigt er für die Zeit nach den Sommerferien an. Ebenfalls geplant ist es, den „Streetworker-Bus“ so umzubauen, dass dieser als mobiles Büro eingesetzt, aber auch für Gruppenausflüge genutzt werden kann.

Der Ruf nach einem Streetworker oder einer Streetworkerin war in Wermelskirchen erneut laut geworden, nachdem es vor einigen Jahren Ärger am Dorfpark in Dabringhausen gegeben hatte. Lärmende und Alkohol trinkende Jugendliche hatten dort Anwohner verärgert. Im September 2020 hatte dann Marc Spies seine Stelle als Streetworker angetreten, der aber schon nach einem Jahr die Verwaltung wieder verlassen hatte.

Standpunkt von Anja Carolina Siebel: Hoffnung für Jugend

anja.siebel@rga.de

Die Hoffnung war groß, als Marc Spies damals im September 2020 als Streetworker in Wermelskirchen seinen Dienst angetreten hatte. Endlich wieder ein Ansprechpartner für die Jugendlichen. Endlich jemand, der sein Ohr nah an den Sorgen und Anliegen der Teenies und jungen Erwachsenen hat.

Die Freude währte nicht lang, denn die Corona-Pandemie bremste die Arbeit aus – und Marc Spies verließ dann auch die Stadt. Mit Torben Faubel ist nun ein neuer Streetworker angetreten, der hoffentlich bleibt. Er hat schon jetzt viele Ideen und Visionen, hat selbst Kinder und ist quasi drin in den Themen, die die Jugendlichen bewegen.

Nicht nur für die Zielgruppe des Jugendfreizeitparks dürfte Toben Faubel aber eine tragende Rolle spielen. Denn es gibt auch andernorts Jugendliche, die gehört werden möchten und für die er Anlaufstelle und Bezugsperson sein kann. Zum Beispiel in den Außenbezirken Dabringhausen und Dhünn.

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