Verwaltung

Neuer Beigeordneter stellt sich vor

Christian Pohl wird neuer Technischer Beigeordneter in Wermelskirchen.
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Christian Pohl wird neuer Technischer Beigeordneter in Wermelskirchen.
  • Anja Carolina Siebel
    VonAnja Carolina Siebel
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Gerade ist er auf Wohnungssuche in Wermelskirchen – später soll seine Familie nachkommen.

Wermelskirchen. Mit seiner Frau habe er schon eine kleine „Rundreise“ durch Wermelskirchen gemacht, erzählt Christian Pohl. Gerade ist der neue Technische Beigeordnete, der am 15. Februar seinen Dienst im Rathaus antritt, auf Wohnungssuche in der Stadt. Sein Entschluss und der seiner kleinen Familie steht fest: Es soll einen Umzug von Altenahr nach Wermelskirchen geben. Zuerst will er sich eine Wohnung nehmen, im Sommer seine Familie nachkommen.

Christian Pohl ist 46 Jahre alt, verheiratet und Vater von zwei Kindern (5 und 7). Er ist parteilos. Seit 2016 nehme der gebürtige Sachsen-Anhalter die Leitungsaufgabe als Fachbereichsleiter der Gemeinde Wachtberg, Fachbereich Infrastruktur, wahr, sagt er. Studiert hat er in Aachen, war dann als Bauingenieur in Mönchengladbach tätig. Der Diplom-Ingenieur Bauingenieurwesen erreichte außerdem noch den Master of Science in „Angewandte Umweltwissenschaften“ an der Universität Koblenz-Landau.

Christian Pohl ist bewusst, dass große Herausforderungen auf ihn zukommen. Als größtes Projekt sieht er die Gestaltung des Rhombus-Areals an, von dem ein Teil wie berichtet die Stadt Wermelskirchen übernehmen und gestalten will. Aber auch auf die anderen Projekte will er sich gern einlassen: „Ich komme aus einem eher kleinen Rathaus, somit kenne ich mich damit aus, viele Aufgaben übernehmen zu müssen. Ich weiß aber auch, dass hinter mir eine Reihe professionell arbeitender Amtsleiter stehen werden; die durfte ich schon kennenlernen.“

Auch die Sanierung von Schulen und anderen Gebäuden liegt ihm am Herzen. „Ich bin der Meinung, dass heutzutage viele Immobilien saniert statt abgerissen und neu gebaut werden sollten. Das bedeutet für mich auch Nachhaltigkeit“, unterstreicht er.

Ein weiteres Projekt, was der passionierte Trekkingrad-Fahrer angehen will: „Ich möchte das Radwegenetz in und um Wermelskirchen deutlich verbessern.“ Ähnliches schaffte er bereits an seiner Wirkungsstätte in Wachtberg. Dort sei auf seine Initiative hin ein Bürgerradweg entstanden. „Da mussten wir dicke Bretter bohren; das war nicht einfach, weil solche Entscheidungen ja nicht nur auf kommunaler Ebene getroffen werden“, räumt er ein. „Ich finde aber, dass zur Mobilitätswende nicht nur das Einrichten von Mobilstationen gehört, sondern auch die Infrastruktur muss stimmen. Es nützt ja nichts, wenn man nach einer Strecke mit Öffentlichen Verkehrsmitteln die Möglichkeit hätte, aufs Rad umzusteigen, es aber keine vernünftigen Radwege gibt.“

Rad- und Wanderwege in und um Wermelskirchen wird Christian Pohl sicher mit seiner Familie auch selbst mal ausprobieren. Und auch einige Wanderungen seien schon geplant. „Das Bergische ist ja mindestens genauso schön wie das Ahrtal, wo wir bisher gelebt haben.“

Die Entscheidung, einen Neuanfang – sowohl beruflich als auch bezüglich des Wohnorts – zu wagen, sei in der Familie schon früher einmal gefallen, berichtet Pohl. „Ich muss aber zugeben, dass die Ereignisse nach dem Hochwasser im Ahrtal uns noch einmal bestärkt haben, dort wegzuziehen.“

Eigentum in Wermelskirchen, das kann sich der neue Mann im Rathaus gut vorstellen. Am liebsten in der Innenstadt. „Aber auch gern in Dhünn oder Dabringhausen“, sagt er.

Von der legendären Wermelskirchener Herbstkirmes habe er schon gehört. „Darauf bin ich sehr gespannt. Ebenso wie auf Karneval, wie er hier gefeiert wird.“

Der parteilose Christian Pohl war in der Ratssitzung im Dezember einstimmig von den Ortspolitikern zum Technischen Beigeordneten gewählt worden. Überzeugt hatte er bei seiner Vorstellung durch sein Auftreten, aber auch seine Erfahrung und Qualifikation. „Wir sind sehr froh, dass wir so schnell einen hoch qualifizierten Nachfolger für Thomas Marner finden konnten; das ist heute nicht selbstverständlich“, sagt Bürgermeisterin Marion Lück.

Gewählt

Einstimmig wählten die Ratsmitglieder am 12. Dezember den Altenahrer Christian Pohl zum neuen Technischen Beigeordneten für Wermelskirchen. Pohl löst Thomas Marner ab, der am 16. Dezember seinen letzten Arbeitstag im Rathaus hatte und als Beigeordneter nach Kerpen wechselte.

Standpunkt von Anja Caroline Siebel: Auf einen guten Start

anja.siebel@rga.de

Christian Pohl wirkt nahbar, sympathisch, entspannt und besonnen. Eigenschaften, die ihm sicher helfen werden bei der Vielfalt seiner neuen Aufgaben in Wermelskirchen. Denn vieles steht an. Die Umgestaltung des Rhombus-Areals sowie die der Hüpp-Anlagen, die Sanierung der jetzigen Sekundarschule für die Gesamtschule im Bestand, der Loches-Platz, der bald fertig werden soll – und natürlich auch die Sanierung und Erweiterung vieler Schulen, die dringend darauf warten.

Christian Pohl hat an seiner alten Wirkungsstätte in Wachtberg offenbar bewiesen, dass er etwas kann. Lokalpolitiker dort bedauern seinen Weggang und betiteln ihn als Fachmann. Jemanden, den Wermelskirchen gerade jetzt gut gebrauchen kann. Ein Glücksfall, dass es in der heutigen Zeit so fix ging, jemand Passendes als Nachfolger für Thomas Marner zu finden.

Auf einen guten Start also, Herr Pohl. Und vielleicht auf ein Bier auf der Herbstkirmes.

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