Neue Schutzanlagen in Unterburg waren überlastet

Aus der Luft wird gestern Mittag deutlich, wie groß die Fläche der Überschwemmung im Kern Unterburgs war. Foto: Michael Schütz
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Aus der Luft wird gestern Mittag deutlich, wie groß die Fläche der Überschwemmung im Kern Unterburgs war.

82-Jähriger stirbt nach einem Sturz im Keller

-ate/pm- Am Mittag und Nachmittag nach dem großen Hochwasser in Solingen-Unterburg kehren die Bewohner gestern zurück. Das Großreinemachen steht an. Dabei helfen sich die Burger gegenseitig. Das hatte sie vorherige Hochwasser gelehrt. Womit sie nach der aufwendigen Tieferlegung des Eschbachs nicht gerechnet hatten: Einem Jahrhunderthochwasser ist die Konstruktion nicht gewachsen.

Und vor allem: Das Hochwasser forderte ein Todesopfer: Ein 82-Jähriger war nach einem Sturz im Keller seines Hauses an der Löhdorfer Straße mit dem Kopf unter Wasser geraten, so eine Polizeisprecherin. Nach Angaben der Feuerwehr war er gerettet und wiederbelebt worden, aber nach dem Transport im Krankenhaus gestorben.

Die Überflutungen in Unterburg waren nicht ausschließlich darauf zurückzuführen, dass sich das Wasser des Eschbachs an der Mündung in die Wupper staute. Die Wassermassen des Jahrtausendhochwassers hätten zudem ausgereicht, dass der Eschbach trotz der umgebauten Schutzvorrichtungen auch ohne diesen Rückstau über die Ufer getreten wäre. Dies berichtete Wupperverband-Vorstand Georg Wulf gestern. Das Ausmaß der Katastrophe sei vor Ort aber durch den Rückstau verstärkt worden. Wulf und Marc Scheibel vom Hochwassermanagement des Wupperverbandes verwiesen darauf, dass bei derart großen Wassermassen keine baulichen Schutzvorrichtungen möglich seien, die einen hundertprozentigen Schutz böten. Scheibel wies darauf hin, dass bei dem „flächendeckenden Extremereignis“ alle Zuläufe der Wupper und des Eschbachs viel Wasser geführt hätten. „In dieser extremen Form habe ich das noch nicht erlebt“, so Wulf.

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