Grundausbildungslehrgang abgeschlossen

Neue Kräfte verstärken die Feuerwehr

Sie haben den Grundausbildungslehrgang der Feuerwehr Wermelskirchen erfolgreich abgeschlossen. Foto: Feuerwehr Wermelskirchen
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Sie haben den Grundausbildungslehrgang der Feuerwehr Wermelskirchen erfolgreich abgeschlossen.

Neun Teilnehmer haben Lehrgang zur Grundausbildung erfolgreich abgeschlossen.

Von Markus Schumacher

Acht Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau haben am vergangenen Samstag erfolgreich den ersten Teil der Grundausbildung an der Feuerwache Vorm Eickerberg absolviert.

Die neuen Feuerwehrleute haben seit Anfang Juni mittwochs, freitags und samstags die Grundtätigkeiten der Feuerwehr erlernt. Wochentags wurde dabei meist zwei bis drei Stunden lang Theorie gebüffelt: vom Feuerwehrrecht über die möglichen Gefahren an einer Einsatzstelle bis hin zur Chemie und Physik eines Brandes. Und samstags standen dann noch ganztägig praktische Übungen an: vom Ausrollen der Schläuche auf dem Hof der Feuerwache am Eickerberg, bis hin zu kompletten Brandeinsätzen, die an Objekten durchgespielt wurden. Ein Erste-Hilfe-Kurs war ebenfalls Teil des Lehrgangs.

Insgesamt ein enormer Aufwand sei das, weiß Ingo Mueller, der stellvertretende Leiter der Feuerwehr: „Ja, wir suchen bei der Feuerwehr die Leistungssportler unter den Ehrenamtlichen.“

Nur ein einziges Mal ist der Lehrgang ausgefallen: Beim Starkregen am 15. Juli waren alle Ausbilder selbst im Einsatz.

„Wir rühren seit geraumer Zeit die Werbetrommel.“

Ingo Mueller, stellvertretender Feuerwehrchef

Das geballt erlernte Wissen mussten die Teilnehmer dann jetzt zum Abschluss des Lehrgangs auch in einer schriftlichen und einer praktischen Prüfung unter Beweis stellen.

„Wir freuen uns, heute neun neue ehrenamtliche Feuerwehrleute im aktiven Feuerwehrdienst begrüßen zu dürfen“, teilte Ingo Mueller gestern mit, „da es in der heutigen Zeit immer schwieriger ist, Menschen für ein Ehrenamt zu begeistern, sind wir umso glücklicher mit den Teilnehmern dieses Lehrgangs die Anzahl unserer Einsatzkräfte und damit die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr weiter zu verbessern.“

Etwa die Hälfte der Kursteilnehmer kam aus der Jugendfeuerwehr, die anderen haben sich so angemeldet. Was die Feuerwehr besonders freut: „Wir rühren ja seit geraumer Zeit die Werbetrommel“, berichtet Mueller, und das scheine sich auch auszuzahlen.

Die Corona-Pandemie hatte die Feuerwehr bei diesem Lehrgang vor besondere Herausforderungen gestellt. So war lange Zeit gar nicht klar, ob es im Jahr 2021 überhaupt einen Grundlehrgang geben werde. „Aber aufgrund der sinkenden Inzidenzzahlen im Frühsommer war ein Start der Ausbildung unter besonderen Hygienebedingungen doch möglich – und wir sind froh, dass wir den Lehrgang ohne pandemiebedingte Unterbrechung durchführen konnten“ sagte der Ausbildungsbeauftragte Tim Bosbach.

Die Lehrenden rekrutieren sich aus den Führungskräften der Feuerwehr. „So acht bis zehn Leute sind bei dem Lehrgang im Einsatz“, berichtet Mueller. Hinzu kämen noch einige Ersatzleute. „Wir legen Wert auf eine qualitativ hochwertige Ausbildung“, betont der stellvertretende Feuerwehrchef.

Wann der nächste Grundausbildungslehrgang angeboten wird, stehe noch nicht fest. „Meist legen wir damit wieder im Frühjahr los“, erklärt Mueller. Doch wenn sich vorher schon genügend Interessenten meldeten, könne man auch flexibel und früher reagieren. Nun werden die frischgebackenen Feuerwehrleute auf die Löschzüge verteilt. Entscheidend ist dabei der Wohnort der Feuerwehrleute. „Es nützt ja nichts, wenn einer erst durch die halbe Stadt zur Wache fahren muss“, erklärt Mueller. | Standpunkt

Hintergrund

Die Feuerwehr Wermelskirchen gratuliert folgenden Kameradinnen und Kameraden zu ihrem am vergangenen Samstag, 9. Oktober, bestandenen ersten Teil des Lehrgangs zur Grundausbildung: Yanic Bosbach (Löschgruppe Tente), Florian Esser (Löschzug Stadt), Nico Golz (Löschzug Stadt), Celine Hacke (Löschgruppe Eipringhausen), Jannis Maage (Löschgruppe Eipringhausen), Nils Molitor (Löschzug Stadt), Kjell Sachser (Löschgruppe Eipringhausen), Adil Sanide (Löschzug Stadt), Tom Zimmer (Löschzug Stadt).

Standpunkt: Motiviert zum Ehrenamt

Von Markus Schumacher

markus.schumacher@rga.de

Um nach der Schule noch weiterzulernen, oder aber im Feierabend doch noch zu einer Übung aufzubrechen, dafür ist schon eine hohe Motivation erforderlich. Durch dieses Stahlbad sind die neun neuen Feuerwehrleute in den vergangenen Monaten gegangen. Mindestens 70 Stunden Theorie und viele praktische Übungen liegen hinter ihnen. Alle Angehörigen der Freiwilligen Feuerwehren erhalten die gleiche Truppmannausbildung. Ziel der sogenannten „Truppmannausbildung Teil 1“ ist die Befähigung zur Übernahme von grundlegenden Tätigkeiten im Lösch- und Hilfeleistungseinsatz in Truppmannfunktion unter Anleitung. Und das „Teil 1“ im Titel ist schon der Hinweis darauf, dass es damit nicht getan ist. Nun folgt noch der „Truppmannausbildung Teil 2“ - und das ist eine mindestens zweijährige Ausbildung (80 Stunden) innerhalb der Einheit im Einsatz- und Ausbildungsdienst, also am Standort. Der Weg zum Ehrenamt bei der Freiwilligen Feuerwehr ist also ein steiniger. Schön, dass ihn trotzdem immer wieder Menschen auf sich nehmen. Um am Ende anderen zu helfen.

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