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Neue Ideen fürs Wasserland gesucht

Projekt Leader Bergisches Wasserland: Regionalmanager Céline Zahn und Martin Deubel.
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Projekt Leader Bergisches Wasserland: Regionalmanager Céline Zahn und Martin Deubel.
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Vom 9. Januar bis 28. Februar können sich wieder Initiativen und Vereine fürs Regionalbudget bewerben.

Von Susanne Koch

Insgesamt umfasst der Fördertopf des Regionalbudgets 200 000 Euro. Projektkosten von 80 Prozent bis maximal 20 000 Euro können jetzt wieder bei Leader Region Bergisches Wasserland beantragt werden. Ab dem 9. Januar, denn dann ist das Büro wieder besetzt. „Es ist jetzt das dritte Mal, das wir kleinere Projekte fördern“, sagt Regionalmanagerin Céline Zahn von Leader Bergisches Wasserland. „Mit dem Regionalbudget fördern wir kleine Ideen von Vereinen, Initiativen, aber auch Kommunen. Die Bewerbungen müssen bis zum 28. Februar bei uns eingegangen sein.“ Der Vorstand werde die Projektvorschläge prüfen, bewerten und dann abschließend die Projekte auswählen, die gefördert werden.

Und das ist schon gelaufen: 2021 wurde der Aufbau eines öffentlichen Bücherschranks mit 3327,94 Euro vom Verein Dorfkultur unterstützt. Weiter torffreie Jungpflanzen für das Bergische Land mit 14 994,86 Euro für die Hummuswerkstatt angeschafft und eine variable Veranstaltungsbühne mit 3480 Euro für Miteinander Dabringhausen bezuschusst.

2022 gingen 10 079,28 Euro an den Verein Rockid.one für Azubis an Schulen, 3391,10 Euro an den Verein Dorfkultur für eine transportable Überdachung der variablen Veranstaltungsbühne und 15 999,20 Euro erhielt Tus Wermelskirchen für einen Fitnessparcours an der Waffelpause.

Der Verein Leader Bergisches Wasserland wurde 2016 ins Leben gerufen. Die Regionalmanager Martin Deubel und Céline Zahn haben ihr Büro in Burscheid. Sie bearbeiten von dort aus den Rheinisch-Bergischen Kreis. „Leader ist ein europäisches Förderprogramm mit dem Ziel, die ländlichen Gebiete zu stärken und zu entwickeln“, sagt Céline Zahn. „Der Begriff ist eine französische Abkürzung, die übersetzt Verbindung von Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft bedeutet.“

Leader könne Projekte zu fast jedem Thema fördern beispielsweise Wirtschaft, Wohnen, Tourismus, Dorfentwicklung, Lebensqualität, Prävention, Integration und Klimawandel. „Es bewerben sich häufig Vereine um eine Förderung ihrer Ideen“, sagt Céline Zahn. „Das Programm steht aber allen Akteuren zur Verfügung.“ Das Auswahlgremium sei hauptsächlich mit Bürgern aus dem Bergischen Wasserland besetzt. „Bei einer erfolgreichen Bewerbung werden die Ausgaben zu 65 Prozent erstattet“, sagt Céline Zahn. „Die Fördermittel kommen aus dem europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums sowie vom Land Nordrhein-Westfalen.“ Die Region Bergisches Wasserland hat sich erfolgreich um neue Fördergelder in Höhe von 2,4 Millionen Euro für die nächsten Jahre bis 2028 beworben.

Schon 2016 profitierten Städte, Gemeinden und Vereine von den Mitteln, die Leader Bergisches Wasserland verteilte. So wurde der Bergische Fahrradbus mit 57 333,70 Euro gefördert sowie „Ku(h)rios – Landwirtschaft und Kulturlandschaft mit 64227, 45 Euro. 2017 bekam :aqualon 94 250,00 Euro Unterstützung für die Ausstellung „Wasser verbindet“. Und der Schwimmverein Freibad Dabringhausen bekam 26 981 Euro, um ein umweltfreundliches Heizsystem zu installieren, um die Energiewende einzuläuten. 91 944,13 Euro flossen 2018 in das Evangelisch-freikirchliche Sozialwerk, um Juca auf Schultour Youthnited ins Leben zu rufen. Mit 68  223,55 Euro wurden E-Lastenräder für das Bergische Wasserland angeschafft.

Und 2020 folgten weitere 64 488,82 Euro für E-Lastenräder. 2021 bekam die Evangelische Kirchengemeinde Hilgen-Neuenhaus 24 833,41 Euro g für die Quartiersentwicklung. Und ebenfalls in 2021 bekam die Stadt Wermelskirchen 42 956,80 Euro für den Seniorengarten in Dabringhausen. „Und nun können wir erst einmal bis 2028 weitere größere Projekte, aber eben auch die Regionalbudgets fördern“, sagt Céline Zahn. „So passiert eine ganze Menge im Bergischen Land.“

Bewerbung

Leader Region Bergisches Wasserland bietet das 3. Regionalbudget an. Vom 9. Januar bis 28. Februar können sich Vereine, Initiativen, aber auch Kommunen mit einem Projektantrag an Leader Bergisches Wasserland richten: zahn@leaader-bergisches-wasserland.de oder deubel@bergisches-Wasserland.de

Standpunkt von Susanne Koch: Förderung geht weiter

susanne.koch@rga.de

Die beiden Regionalmanager von Leader Bergisches Wasserland – Céline Zahn und Martin Deubel – haben die Grundvoraussetzung geschaffen, dass die Förderung von größeren Projekten, aber auch von kleineren Ideen, die durchs Regionalbudget anteilig finanziert werden, bis 2028 weiter möglich ist. Leader Bergisches Wasserland hat sich einen guten Ruf erarbeitet. Und die Fördergelder der Europäischen Union, aber auch des Landes NRW, die eingesetzt werden, um Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft zu unterstützen, können sich sehen lassen.

Da wurde eine umweltfreundliche Freibad-Heizung in Dabringhausen installiert oder E-Lastenräder angeschafft. Und in den vergangenen zwei Jahren kamen die kleinen Projekte dazu: beispielsweise eine transportable Veranstaltungsbühne sowie eine transportable Überdachung dafür. Die Projekte können sich alle sehen lassen und sie wirken alle nachhaltig.

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