Betreuung

Neue Einrichtung soll zentral entstehen

Das ehemalige Gemeindehaus Sonne: Wo einst eine Grundschule untergebracht war, wird nun doch keine Kita entstehen. Es wird eine Innenstadt-Lösung gesucht.
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Das ehemalige Gemeindehaus Sonne: Wo einst eine Grundschule untergebracht war, wird nun doch keine Kita entstehen. Es wird eine Innenstadt-Lösung gesucht.

Kita-Plätze und Kindertagespflege: Alle U-3-Kinder erhalten ein Platzangebot.

Von Stephan Singer

Wermelskirchen. Wer sein Kind zum Jahresanfang während des Meldeverfahrens über die Plattform „Little Bird“ für einen Platz in einer Wermelskirchener Kindertagesstätte (Kita) zum Kindergartenjahr 2022/23 registriert hat, bekommt ein Platzangebot. Diese gute Nachricht verkündete der  Beigeordnete Stefan Görnert im Jugendhilfeausschuss. Das gelte dem Verfahren entsprechend für die Jungen und Mädchen, die bis zum 31. Oktober 2022 drei Jahre alt werden. Ob dabei alle Wünsche der Eltern für Plätze in bestimmten Kitas berücksichtigt werden können, führte Stefan Görnert nicht aus – die Abstimmung zur Verteilung der Kinder auf die einzelnen Einrichtungen ist noch im Gange.

Die Stadtverwaltung würde selbstverständlich versuchen, auch vor dem Krieg in der Ukraine geflüchtete Kinder in den Kitas unterzubringen, betonte Görnert: „Da ist die Nachfrage noch nicht sehr groß, was bei den älteren und damit schulpflichtigen Kindern anders aussieht.“

Keine Kita entsteht auf dem Areal des ehemaligen Gemeindehauses Sonne (einst Grundschule) an der Eichholzer Straße in Kreckersweg, das die Stadt von der Evangelischen Kirche gekauft hatte. Darauf habe sich die Verwaltung mit dem Investor, der im vergangenen Sommer den Zuschlag erhielt, verständigt, berichtete Görnert. Der Grund: Investor und Stadt wollen eine innenstadtnahe Lösung finden. „Dafür läuft die Ausschreibung noch bis zum 23. Mai – wir hoffen, entsprechende Angebote zu kriegen“, kommentierte der Beigeordnete. Gesucht wird ein Platz für Kita nebst Außengelände. Der Standort Eichholzer Straße ist im aktuellen Kindergartenbedarfsplan nach wie vor ausgewiesen und soll durch den neuen Standort ersetzt werden.

Mit Blick auf das Anfang August beginnende Kindergartenjahr 2022/23 könne er bezüglich der Kinder unter drei Jahren im Moment keine verlässlichen Daten nennen, stellte Stefan Görnert dem Ausschuss dar: „Wir haben die Eltern angeschrieben, aber die Rückmeldungen laufen schleppend ein.“

Die Jugendhilfeplanung geht für das kommende Kindergartenjahr 2022/23 in der Kindertagespflege   von erwarteten 151 Kindern unter drei Jahren aus. Aktuell sind in der Kindertagespflege 129 von 141 Plätzen belegt. „Rechnerisch wären sogar 183 möglich, aber nicht alle Kindertagespflegepersonen  wollen eine Vollauslastung anbieten“, erläuterte Theresa Schulze, Fachberaterin für die Kindertagespflege bei der Stadtverwaltung. Auf Wermelskirchener Stadtgebiet gibt es demnach 27 Kindertagespflege-Stellen, davon drei Groß-Stellen. In denen sind 30  Tagesmütter tätig – hinzukommen vier Vertretungen sowie zwei Tagesmütter in Qualifikation. „Die Nachfrage nach einer Qualifikation  ist immer wieder da“, berichtete Schulze.

Kindertagespflege: Eltern buchen meistens 35 Wochenstunden

55 Prozent der Kinder in der Kindertagespflege sind in 2020 geboren, 40 Prozent in 2019 und fünf Prozent in 2021. Drei Viertel der Eltern, die einen  solchen Platz für ihre Sprösslinge in Anspruch nehmen, würden sich für eine Betreuungszeit von fünf Tagen pro Woche mit 35 Wochenstunden im hauptsächlichen Tageszeitfenster zwischen 7.30 und 14.30 Uhr entscheiden. Durchschnittlich würden die Jungen und Mädchen eineinhalb Jahre in der Kindertagespflege betreut, bevor sie in eine Kita wechseln.

Insgesamt werden im gesamten Stadtgebiet 379 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren in Kitas und in der Kindertagespflege benötigt. Letztere sichert somit rund 43 Prozent des Platzangebotes für Kinder unter drei Jahren in Wermelskirchen.

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