Nachrichten aus Indonesien, Ruanda – und Lennep

Regionalpfarrer Matthias Schmid. Foto: Schmid
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Regionalpfarrer Matthias Schmid.

Ein Geistlicher macht sich Gedanken – Heute über Geduld und Freude

Von Regionalpfarrer Matthias Schmid, Rheinischer Dienst für Internationale Ökumene (RIO)

Es ist wieder Samstagvormittag. Ich öffne auf meinem Handy die App mit den Chatnachrichten und lese eine Nachricht aus Indonesien. Seit geraumer Zeit tauschen wir in der ökumenischen trilateralen Partnerschaft des evangelischen Kirchenkreises Lennep morgendlich geistliche Gedanken mit den Partnern in Ruanda und Indonesien untereinander aus. Dienstags lesen wir ruandische, donnerstags Lenneper und samstags indonesische Gedanken. Es ist also wieder Samstag und der indonesische Kollege Pfarrer A. Juwarisman schreibt über Geduld und Freude: „Gedulden ist ein Wort, zu dem heute viele Ratschläge gegeben werden. Denjenigen, die krank sind, schreiben wir Ratschläge auf unsere Whatsapp: „Habt Geduld... Gott wird heilen.“ (…)

Denjenigen, die entlassen wurden, raten wir, geduldig zu sein und Gott um Hilfe zu bitten, damit sie inmitten der Covid-19-Pandemie, von der wir nicht wissen, wann sie enden wird, geduldig leben können. Es gibt also heute viele Ratschläge, geduldig zu sein… Bis wir nicht mehr wissen, wie wir geduldig sein sollen. Seltsam ist, dass die Geduldsprobe, wenn wir um Geduld gebeten werden, scheinbar immer wieder kommt und geht... und eine nach der anderen. (…) Ich möchte uns einladen, ein weiteres Wort als Begleiter oder anstelle der Geduld zu entwickeln, nämlich Freude. Ich rate ihnen, ein freudiges Herz zu haben und dies mit Leben zu füllen. Wenn wir um Geduld bitten, dann ist unsere Bitte reaktiv, abwartend, so dass wir uns als Versager fühlen. Kommen Sie, folgen Sie von nun an dem Rat von Gottes Wort und bitten Sie um den Geist der Freude. Denn Freude ist aktiv. Mit einem frohen Herzen werden Sie in der Lage sein, geduldig und ausdauernd zu sein.

Beachten Sie Römer 12,12: „Seid fröhlich in der Hoffnung, geduldig in der Bedrängnis, treu im Gebet!“ Machen Sie diesen Vers zu einem goldenen Vers und teilen Sie ihn mit vielen Menschen. (…) Wenn wir das „Leben lebendiger“ erleben wollen, dann bitten wir zuerst um den Geist der Freude. (…) Erinnern wir uns, wie die biblischen Personen Abraham, Jakob, Josef und Hiob geduldig und zäh ein sehr schweres Leben führen. Das alles war möglich, weil sie dankbar sind und der Geist der Freude in ihren Herzen wohnt. Sie beklagen sich nicht schnell und geben der Situation, anderen Menschen oder sogar Gott die Schuld. Also bittet von nun an angemessen und empfangt bereitwillig: den Geist der Freude.“

Das will ich mir zu Herzen nehmen.

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