Nachhaltigkeit muss weiter Thema sein

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Mein Blick auf die Woche

Mein Blick auf die Woche

Von Anja Carolina Siebel

Dass Jochen Schmees „scharf kalkulieren“ müsse, stand in einer Schlagzeile diese Woche. Der Unternehmer, der vor zweieinhalb Jahren seinen Krämerladen an der Kölner Straße eröffnete, hat zu kämpfen. Zwar musste er voriges Jahr im Lockdown seinen Laden des täglichen Bedarfs nicht wie andere schließen – die Einbrüche bekommt der Unternehmer dennoch zu spüren. Irgendwie liegt es die ganze Zeit in der Luft: Während noch im Jahr 2019 die Welt auf die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz blickte, scheint das jetzt in den Hintergrund gerückt. Die Corona-Pandemie hat das Leben der meisten verändert und auf ein neues Level gestellt. Laut NRW-Check (Umfrage für das Bergische Land) halten nur noch 18 Prozent der Menschen in der Region den Klimaschutz für das zurzeit drängendste Problem. Das heißt nicht zwingend, dass bei allen jetzt wieder die Devise Billigheimer statt Bioladen heißt, aber viele sind eben auch zum Sparen gezwungen. Es wäre trotzdem bitter, wenn die ersten Schritte, die auch bereits viele Bürger in Richtung Nachhaltigkeit gemacht hatten – zum Beispiel Plastikmüllvermeidung im Alltag– wieder in Vergessenheit gerieten. Klimaschutz ist und bleibt ein elementares Thema, das uns die kommenden Jahrzehnte intensiv beschäftigen wird. Die Corona-Pandemie wird das hoffentlich nicht sein. Der neu aufgelegte Schulentwicklungsplan spaltet in Wermelskirchen derzeit die Gemüter. Wie berichtet, geht es um die Zukunft der Sekundarschule. So, wie es derzeit aussieht, wird sie bald von einer Gesamtschule abgelöst. Die Diskussion ist lebendig, wurde aber, seit klar war, dass die Sekundarschule in Wermelskirchen nicht mehr gut angenommen wird, eher im stillen Kämmerlein geführt. Politik und Verwaltung debattierten im Ältestenrat oder in nicht öffentlicher Sitzung über Chancen und Möglichkeiten. Und auch die Ergebnisse der Elternbefragung wurden nur bedingt transparent gemacht. Da stellt sich die Frage, warum? Die Schullandschaft einer Stadt geht alle an. Es geht um die Zukunft der Kinder, den Zuzug von Familien und um die Infrastruktur. Und schließlich geht es auch um Geld. Denn je nach Aufwand könnten für den Aufbau einer neuen Schule Steuererhöhungen notwendig sein. Bei solchen Themen sollte und muss die Öffentlichkeit teilhaben. Es ist nicht nachvollziehbar, dass das bisher kaum geschehen ist.

Kitakinder können jetzt den PCR-Lolli-Test machen

Corona-Inzidenz steigt auch im Kreis wieder an.

anja siebel @rga.de

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