Mein Blick auf die Woche in Wermelskirchen

Nachhaltigkeit ist keine Modeerscheinung

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anja.siebel@rga.de

Der Ukraine-Krieg, die Corona-Krise, Inflation - alles führt dazu, dass die Lebenserhaltungskosten teurer werden. Trotzdem dürfe bei alle dem Nachhaltigkeit nicht vergessen werden, weiß WGA-Redakteurin Anja Carolina Siebel. Sie erinnert daran, dass Nachhaltigkeit nicht zusätzliche Kosten bringen muss. Es reichen auch die kleinen DInge.

Das Thema Nachhaltigkeit war mal in aller Munde. Auch in Wermelskirchen. Der Krämerladen mit Unverpackt-Waren öffnete 2019 seine Pforten an der Kölner Straße, etwas später dann der Bio-Supermarkt Naturata. Und: Viele engagierten sich privat oder als Unternehmen, riefen Aktionen zum Plastiksparen ins Leben oder unterstützten die „Fridays for future“-Demos, die auch an der Telegrafenstraße stattfanden.

Nach zwei Jahren Corona-Pandemie und fast vier Monaten Krieg in der Ukraine hat sich die Haltung vieler Menschen zum Thema Nachhaltigkeit geändert. „Es ist zurzeit nicht mehr das Thema“, versucht es Jochen Schmees vom Krämerladen in Worte zu fassen – und vermutlich hat der Unternehmer recht. So wichtig Nachhaltigkeit, Umwelt- und Klimaschutz auch nach wie vor sind – die vordergründig existenziellen Themen haben diese Thematik erst einmal verdrängt.

Und: Viele Menschen leiden unter den zurzeit in die Höhe schnellenden Preisen, auch und vor allem für Lebens- und Grundnahrungsmittel. Selbst wenn sie wollten, hätten sie zurzeit nicht die Möglichkeit, noch höhere Preise für Lebensmittel zu bezahlen. Und müssen derart auf ihre Ausgaben achten, dass sie nicht zusätzlich einem nachhaltigen Lebensstil finanzieren können. Aber trotz aller nachvollziehbarer Argumente derer, die mit genannten Herausforderungen kämpfen: Wir werden nicht umhinkommen, umzudenken in Sachen Nachhaltigkeit. Denn sie ist alles andere als eine Modeerscheinung, die man kurzfristig mal als Trend ansehen kann, wenn man in einer schicken Kölner Altbauwohnung lebt und seine Kinder im Lastenrad durch die Gegend fährt.

Studien zeigen, dass der Klimawandel im vollen Gange ist und dass dessen dramatische Konsequenzen nur aufzuhalten sind, wenn genau jetzt etwas geschieht. Leider bleibt keine Zeit mehr, abzuwarten, bis bestimmte Krisen überstanden sind. Und nachhaltig zu leben muss nicht zwingend bedeuten, viel mehr Geld auszugeben. Es kann auch beispielsweise darin bestehen, öfter das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen statt das Auto. Oder Plastikmüll zu vermeiden. Weniger Fleisch und tierische Produkte zu essen und stattdessen mehr Gemüse. All das kostet nicht zwingend Geld, im Gegenteil lässt sich dadurch sogar dauerhaft Geld in der Haushaltskasse einsparen. Und unterm Strich lohnt es sich immer, denn es geht um die Zukunft und wie wir respektive unsere Kinder später leben werden.

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