Fitness
Muskeltraining ganz ohne Schwitzen
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Christoph Picard hat die Fitbox eröffnet – Dort bietet er jetzt EMS-Training an.
Von Theresa Demski
Wermelskirchen. Erst Früchte Krings, dann der Friseur Papilotte, jetzt die Fitbox: Das große, helle Ladenlokal auf der Ecke von der Carl-Leverkus-Straße und der Kölner Straße erfreut sich großer Beliebtheit. Seit Anfang diesen Monats verwirklicht nun der Wermelskirchener Christoph Picard hier einen Traum. Gemeinsam mit dem Unternehmen Fitbox hat er als Franchiseunternehmer ein EMS-Studio eröffnet – und lädt damit zum Fitnesstraining der besonderen Art mitten in Wermelskirchen ein.
Training in der Mittagspause oder im Vorbeigehen
Statt Hantelbank und Spinningräder finden sich in seinem Studio vor allem EMS-Trainingsstationen. Dazu ein Crosstrainer und kleine Hanteln. „Alle Muskelgruppen werden innerhalb von 20 Minuten trainiert“, erklärt Picard den niedrigen Zeitaufwand, „so wird Fitnesstraining in der Mittagspause möglich oder auf dem Weg nach Hause.“ Auch deswegen war es ihm wichtig, einen Standort mitten in der Stadt zu finden. Das passe zur Philosophie: „Training im Vorbeigehen.“
Das Prinzip ist schnell erklärt: In einer Weste und in Gurten um Gesäß und Oberschenkel sind insgesamt 16 Elektroden angebracht – die während des Trainings über ein Kabel an das Steuergerät angeschlossen werden. Die Elektroden übertragen die Impulse an die Muskeln. 20 Minuten lang werden die Kunden vom Trainer dann zu leichten Fitnessübungen angeleitet – vom Ausfallschritt bis zur leichten Hantelübung. „Die Impulse verstärken die Wirkung um ein vielfaches“, erklärt Picard. Geringer körperlicher Einsatz, großer Effekt: Das ist die Strategie des EMS-Trainings.
„Im besten Fall kommen Kunden zweimal in der Woche“, erklärt der Franchisenehmer, „einmal zum Krafttraining und einmal zum Cardiotraining auf dem Crosstrainer.“ Richtig ins Schwitzen kommen Kunden dabei nicht – dadurch ist Training in der Pause möglich. „Den Muskeln ist es egal, woher der Impuls kommt“, erklärt Picard den physiologischen Hintergrund, „sie reagieren immer mit Kontraktionen.“
Die Erkenntnis sei nicht neu und werde schon lange in der Rehabilitations- und Sportmedizin eingesetzt. Das Training in der Fitbox spreche nun aber gezielt Menschen an, die sich frühzeitig um ihre Gesundheit kümmern wollen. „Abnehmen, Bodyshaping, der Kampf gegen Schmerzen: Bevor das Training beginnt, sprechen wir über die Ziele“, erklärt Picard.
Mit der Eröffnung des neuen Geschäfts wagt Christoph Picard einen persönlichen Neustart. Als gelernter Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin arbeitete er lange im Krankenhaus – und suchte schließlich nach neuen Herausforderungen und Perspektiven. Seine Frau und die vier Kinder zogen bei seiner Neuausrichtung mit, Picard kündigte seinen Job und begann sich umzusehen.
Dabei stieß er auf das Unternehmen Fitbox: „Sport und Gesundheit treffen aufeinander“, sagt er, „das hat mich gereizt.“ Also machte er den Trainerschein mit B-Lizenz, ließ sich zum EMS-Trainer ausbilden und von Fitbox für die Geschäftseröffnung vorbereiten.
Die Suche nach einem Ladenlokal sei schwierig gewesen. Eigentlich hatte der Vermieter einen Friseur in den Räumen geplant. Doch Picard bekam den Zuschlag für die Carl-Leverkus-Straße. Mit einem Innenarchitekten ging es in die Planung. „Es sollte modern und frisch werden“, sagt Picard und blickt sich zufrieden in seinem Studio um. Die ersten Besucher haben den Weg zu ihm schon gefunden. Einige mussten den Rückweg antreten, weil EMS-Training mit manche Erkrankungen wie Diabetes und Krebs EMS-Training nicht möglich ist.
Künftig will Christoph Picard auch die Brücken zwischen heimischen Sportarten und dem EMS-Training ausbauen. Für andere Sportarten biete sich ein ergänzendes EMS-Training an, ist er sicher.
Training
Jedes Training findet in der Fitbox mit einem Personaltrainer statt – und ist nur mit Termin möglich. Der Trainer passt auch die Impulse an und kontrolliert die Intensität und ihre Wirkung.