Mein Blick auf die Woche in Wermelskirchen

Musikschule: Viele Fragen bleiben offen

anja.siebel@rga.de
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Wermelskirchen. Die Debatte um die Musikschule geht weiter. Zwar haben sich die Politiker im vergangenen Haupt- und Finanzausschuss nun auf einen weiteren Weg geeinigt. Eine richtige Lösung sind die 30 000 Euro, die die Stadt Wermelskirchen nun dem Trägerverein zur Verfügung stellen soll, aber nicht. Sie sollen vielmehr aufgewendet werden für eine so genannte „Organisationsuntersuchung“, der sich die Musikschule nun unterziehen soll. Das heißt im Klartext, dass ein externer Prüfer genaue Einblicke in die Finanzen bekommen soll. Und das ist auf der anderen Seite ein Signal von Politik und Verwaltung, dass dem bisherigen Finanzmanagement des Trägervereins nicht geraut wird. Nicht umsonst haben SPD und Grüne nach der langen Diskussion diesem Beschluss nur mit Zähneknirschen zugestimmt.

Sie wollten, das hatten sie ja zuvor in einem Antrag bekundet, der Musikschule viel mehr jährlich 30 000 Euro zukommen lassen. Und zwar nicht für irgendwelche Prüfungen mit unklarem Hintergrund, sondern für die eigentliche Arbeit, für die die Musikschule in Wermelskirchen seit nunmehr über 70 Jahren antritt. Sie hat einen Bildungsauftrag, auch für Familien mit schwächeren Einkommen. Dem kann sie aber wahrscheinlich schon bald nicht mehr nachkommen. Überraschend kommt das nicht. Trägervereinsvorsitzende Anke Schopphoff und übrigens der Vorgänger der jetzigen Musikschulleiterin hatten schon vor Jahren darauf aufmerksam gemacht, wie finanziell schlecht es um die Institution bestellt ist.

Das lässt sich bis heute nicht schön redigieren. Passiert ist seitdem wenig. Es mag richtig sein, dass es der Verwaltung unmöglich ist, einen weiteren großen finanziellen Beitrag zur Musikschule zu leisten. Aber es ist auch weniger diese Tatsache, die in der Debatte aufhorchen lässt. Vielmehr ist es die Kommunikation in Richtung Musikschulleitung und Trägerverein die bitter aufstößt. Mit neuerlichen Entscheidungen werden Signale gesetzt, die nicht wirklich davon zeugen, dass die Musikschule in Wermelskirchen wirklich wertgeschätzt wird. Und es bleiben so viele Fragen offen. Beispielsweise die, warum Verwaltung und Politik nicht viel früher schon mal genauer auf die Bilanz der Schule geschaut haben. Immerhin, so versichert der Trägerverein, liege der Verwaltung eine jährliche Bilanz regelmäßig vor. Offen bleibt auch, warum der Trägervereinsvorsitzenden neuerlich jedes Rederecht verweigert wird. Sie also ihre Position gar nicht mehr darlegen kann und viel mehr über sie als mit ihr gesprochen wird. All das ist mehr als unglücklich und, ja, auch ungeschickt.

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