Musikschule: Eine konstruktive Lösung muss her

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Mein Blick auf die Woche

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Von Anja Carolina Siebel

Ein Sorgenkind in Wermelskirchen ist die Musikschule schon länger. Die Vorsitzende des Trägerverein Anke Schopphoff hatte in den vergangenen Jahren bereits mehrfach in Ausschüssen vorgesprochen und geschildert, dass es ohne ein Mehr an finanzieller Unterstützung nicht mehr lange weitergehen kann mit der Musikschule. Zu prekär sei die finanzielle Situation. Diesmal bekam Anke Schopphoff im Ausschuss kein Rederecht. Kulturausschussvorsitzender Oliver Platt begründete das mit der Gemeindeordnung, die das nicht vorsehe, und erklärte zudem: „Ich müsste dann jedem Verein und jeder Institution, über die wirtschaftlich entschieden wird, dieses Recht einräumen.“ Anke Schopphoff akzeptierte das, hätte aber gern gesprochen. Denn sie sagt deutlich: „Länger als zwei Jahre hält die Musikschule, so wie wir sie kennen, mit der derzeitigen finanziellen Ausstattung nicht durch.“

Das Problem schient komplex. Zwar betonen sowohl Politik als auch Verwaltung, dass ihnen der Fortbestand der Musikschule wichtig sei. Sie verweisen aber auch auf die Haushaltskasse, die in naher Zukunft vor mehreren Herausforderungen steht. Es gibt einige Vorschläge vonseiten der Politik an den Trägerverein der Musikschule. Zum Beispiel den, Synergien zu nutzen und mit anderen Schulen zu kooperieren. Anke Schopphoff sagt aber, das würde bereits passieren, zum Beispiel gebe es mit der Musikschule Hückeswagen bereits einen Instrumentenaustausch und gemeinsame Veranstaltungen.

Fakt ist, dass die Stadt die Musikschule mit etwas über 200 000 Euro im Jahr unterstützt. Und das seien freiwillige Leistungen, betonte jüngst Bürgermeisterin Marion Lück auf WGA-Nachfrage. Es sollte den Verantwortlichen also jetzt darum gehen, zu prüfen, welche Kosten dem gegenüberstehen und warum die finanzielle Situation sich trotz der Unterstützung immer weiter verschlechtert. Und dann gemeinsam nach konstruktiven Lösungen zu suchen. Denn es wäre sehr bitter, könnte die Musikschule nicht so weiterarbeiten, wie sie es bisher in Wermelskirchen getan hat. Es geht im Konzept nämlich in erster Linie darum, Musikunterricht für alle anzubieten. Das heißt, nicht nur für Kinder und Jugendliche aus privilegierten Familien, sondern für alle Generationen und alle Geldbeutel. Zudem steht die Früherziehung im Fokus, die in Kitas und Schulen stattfindet. Ein großes Pfund, mit dem die Musikschule da aufwartet. Bleibt zu hoffen, dass es nicht verspielt wird, weil sich eben keine geeignete Lösung findet.

Schlaganfallhilfe feiert 15-jähriges Bestehen. Und bietet immer mehr für Betroffene an.

Tafel verzeichnet merklichen Zustrom von Bedürftigen.

anja.siebel @rga.de

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