Motiviertes Dawerkuser Dreigestirn stellt sich vor

Das Dawerkuser Dreigestirn (v. l.): Wilfried „Fiffi“ Frowein, Roger Rehbold und Holger Schüller. Foto: Doro Siewert
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Das Dawerkuser Dreigestirn (v. l.): Wilfried „Fiffi“ Frowein, Roger Rehbold und Holger Schüller.

Eine „Null-Nummer“ mit Karneval-Komplett-Ausfall wie vergangenes Jahr soll es 2021/22 nicht geben

Von Stephan Singer

Dass es eine Session wie aus Vor-Corona-Zeiten mit regelmäßig über 100 Auftritten für das Dreigestirn wird, davon geht niemand unter der Dawerkuser Narrenschar aus. Aber: Eine „Null-Nummer“ mit Karneval-Komplett-Ausfall wie vergangenes Jahr soll es 2021/22 nicht geben. Deshalb hat der Festausschuss Dabringhausen nicht nur die Hofburg im Restaurant „Markt 57“ eingeweiht, sondern gleichzeitig das designierte Dreigestirn vorgestellt.

 Das närrische Regententrio besteht aus bekannten Gesichtern – alle waren schon in einem Dreigestirn, alle stammen aus den Reihen der Altstadtgarde. „Wir sind die Reanimation des Karnevals. Unser Wille ist, diese Tradition am Leben zu halten“, betont Holger Schüller, der im Dreigestirn die Rolle des Bauern übernimmt und in 2014/15 die Jungfrau mimte. Das bestärken der zukünftige Prinz Roger Rehbold (Bauer in 2014/15) und die angehende Jungfrau „Frieda“, Wilfried „Fiffi“ Frowein, (Prinz in 2008/09) mit Kopfnicken: „Wir sind euphorisch, motiviert und wir werden machen, was möglich ist.“

 Nicht wie üblich bereits beim Herbstfest im Oktober, sondern erst bei der Hofburgeinweihung stellte der Festausschuss das kommende Dreigestirn öffentlich vor. Auch die Proklamation, die in Dabringhausen traditionell am ersten Samstag nach dem 11. November erfolgt, ist in dieser Session später angesetzt: Sie ist für Samstag, 8. Januar 2022, in der Mehrzweckhallle, dem Dabringhausener „Gürzenich“, geplant. „Unsere Vorbereitungszeit war und ist kürzer.

„Unser Wille ist, diese Tradition am Leben zu halten.“

Holger Schüller, Bauer

Eigentlich fängt das Dreigestirn schon im Sommer mit Planungen und Übung an. Wir kriegen das hin, weil wir da ja schon reichlich Erfahrung haben“, sagt Roger Rehbold. Bis zur Proklamation würden jetzt keine Termine anstehen: „Bis dahin und vor allem bis zum eigentlichen Karnevalswochenende hoffen wir darauf, dass die Anzahl der gegen Corona immunisierten Leute noch weiter zunimmt.“ Der Idealfall sei wohl zu optimistisch, schätzt Holger Schüller ein: „Dann könnten wir sorglos durchfeiern.“

Und Wilfried Frowein, der den meisten unter seinem Spitznamen „Fiffi“ bekannt ist, gesteht ein: „Als im September nach Überlegungen von Prinzenführer Harry Tiede der Plan für unser Dreigestirn losging, sah die Corona-Lage ja deutlich besser aus als jetzt.“ Ihr Vorteil wäre, dass sie bereits alle schon in einem Dreigestirn gewesen seien: „Wir haben unsere Zeit sozusagen schon gehabt – etwaige Absage und Einschränkungen tun uns persönlich also nicht so weh. Das wäre für Leute in einem Dreigestirn, die das zum ersten Mal machen, schon deutlich trauriger.“  Im Restaurant „Markt 57“ stellten das kommende Dreigestirn unter dem Jubel der gut 120 Besucher erstmals ihre Lieder vor, die die Regenten bei ihren Auftritten schmettern wollen: Roger Rehbold singt „Stäänefleejer“ (Kasalla), Wilfried Frowein „Nur nicht aus Liebe weinen“ in der Brings-Version und Holger Schüller „Schön ist anders“ (Miljö) – das gemeinsame Abschlusslied ist „Egal, was auch passiert“ (Paveier).  Nach der Proklamation am 8. Januar sind die weiteren Festausschuss-Veranstaltungen geplant: Kinderkarneval am 20. Februar, „Wir unter uns“ am 26. Februar und der Rosenmontagszug am 28. Februar.

„Ich habe wirklich keine Ahnung, ob das stattfinden kann. Das richtet sich nach den Corona-Bestimmungen, aber die Entwicklung der Pandemie ist nicht planbar“, wagt der Festausschuss-Vorsitzende Peter „Zausel“ Eickhoff keine Prognosen: „Wenn es die Bestimmungen zulassen, würden wie die Veranstaltungen in der Halle mit 2G-Einlass durchführen – das funktioniert.“

Für den närrischen Lindwurm durch das Dawerkuser Dorf am Rosenmontag setzen die Organisatoren auf die derzeit geltenden Bestimmungen, wonach die Einhaltung der 3G-Regel stichprobenartig sowohl bei Zugteilnehmern als auch bei Zuschauern kontrolliert wird. Anmeldungen zur Teilnahme am 44. Rosenmontagszug in Dabringhausen nimmt Zugleiter  Simon Kempf per E-Mail entgegen. Er sagt: „Zukünftige Änderungen der Corona-Bestimmungen werden berücksichtigt und können Einfluss auf die Durchführung haben.“

zugleiter@dbh-fa.de

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