Messungen: Polizei zieht eine Oster-Bilanz

Die Polizei hat Motorradfahrer besonders im Blick. Denn es gibt auch im Bergischen Land immer noch zu viele Unfälle. Archivfoto: Roland Keusch
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Die Polizei hat Motorradfahrer besonders im Blick. Denn es gibt auch im Bergischen Land immer noch zu viele Unfälle. Archivfoto: Roland Keusch

Die Ordnungshüter legten ein besonderes Augenmerk auf Motorradfahrer. Die waren oft ganz schön schnell unterwegs.

Von Anja Carolina Siebel

Die Kreispolizei hatte bereits Anfang des Jahres angekündigt, die Motorradfahrer im Straßenverkehr besonders im Blick zu haben. Weil es immer noch zu viele Unfälle mit Zweirädern gebe – und häufig Geschwindigkeitsübertretungen. Mit dem zivilen Polizeimotorrad mit Geschwindigkeitsmess- und Videoaufnahmefunktion, dem sogenannten Provida-Krad, überwachte die Polizei auch an den Osterfeiertagen den Straßenverkehr, mit besonderem Augenmerk auf Motorradfahrer. Die Ergebnisse teilte die Behörde erst am gestrigen Freitag mit.

Bereits an Karfreitag um kurz vor 16 Uhr erwischten Beamte einen 21-jährigen sowie einen 24-jährigen Bergisch Gladbacher dabei, wie sie sich mit ihren Motorrädern offenbar ein Rennen lieferten.

Im Bereich der Altenberger-Dom-Straße in Odenthal fielen sie laut Bericht zunächst auf, weil einer von beiden nur auf dem Hinterrad fuhr. Die Geschwindigkeitsmessanlage des Polizeimotorrades konnte dann messen, dass die beiden Fahrer bei erlaubten 70 Stundenkilometern mit mehr als 100 Stundenkilometern unterwegs waren.

Sie überholten obendrein im Bereich des Wanderparkplatzes Schöllerhof trotz bestehenden Überholverbots, und obwohl bei dem schönen Wetter viele Spaziergänger unterwegs waren. Sie fuhren weiter dicht zusammen die L 101 hinauf in Richtung Dabringhausen.

Eine weitere Messung des Duos durch die Polizei lag bei erlaubten 70 bei 135 Stundenkilometern, und als sie ihre Geschwindigkeit innerorts auf Tempo 50 hätten verringern müssen, fuhren sie immer noch mit 117 Stundenkilometern, bis sie wegen eines vorausfahrenden Fahrzeugs abbremsen mussten.

Verkehrsrüpel zeigen sich nicht einsichtig

Bei der anschließenden Kontrolle äußerten sich beide laut Polizeibericht nicht zu ihrem Verhalten. Die Verkehrsrüpel erwartet ein Strafverfahren wegen der Teilnahme an einem nicht erlaubten Rennen.

Am Ostersonntag um kurz nach 15 Uhr wurden zwei weitere Motorradfahrer auf ihren Ducatis durch die zivile Motorradstreife auf der L 101 erwischt. Sie missachteten zunächst im Dabringhauser Ortsteil Arnzhäuschen das bestehende Überholverbot und fuhren dabei mit 100 Stundenkilometern innerhalb der geschlossenen Ortschaft.

Im weiteren, kurvenreichen Verlauf der L 101 in Richtung Habenichts fuhren sie laut Bericht der Polizisten eng beieinander, und der Vorausfahrende beschleunigte immer wieder stark, während der Mitstreiter versuchte, ihn einzuholen. Sie waren dabei teilweise außerorts mit 140 Stundenkilometern unterwegs. Auch nach dem Ortseingangsschild zeigte die Messung immer noch mehr als 120 Stundenkilometer an. In Dreibäumen wurde ihre rasante Fahrt gestoppt. Einer der beiden Fahrer zeigte Einsicht, der andere nicht. Beiden wird ebenfalls vorgeworfen, ein illegales Rennen veranstaltet zu haben. Ein Strafverfahren wartet.

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