Mein Blick auf die Woche

WiW zeigt Einsatz und macht Hoffnung aufs Frühjahr

anja.siebel @rga.de
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Die Stadt Wermelskirchen macht sich. Wäre da nicht die Diskussion über die Sekundarschule. Mit diesen beiden Themen befasst sich Redakteurin Anja Carolina Siebel im Wochenkommentar.

Wenn man auf den Terminplan des Stadtmarketingvereins WiW für das laufende Jahr 2022 blickt, kann dem von Corona genervten Gemüt warm ums Herz werden. Und Vorfreude macht sich breit. Denn mit gewohntem Optimismus sind die Aktiven des Vereins an die Jahresplanung gegangen. Da gibt es einen automobilen Frühling, Oldtimer-Treffen, eine Ehrenamtsbörse sowie vier verkaufsoffene Sonntage. Und: Die Herbstkirmes soll wieder stattfinden. Grund für Zuversicht. Die haben, trotz des teils mauen Weihnachtsgeschäftes, auch die meisten Wermelskirchener Händler.

550 000 Zählscheine wurden beim Kauf in den Geschäften ausgegeben. Das hat dem Handel laut André Frowein, dem Vorsitzenden des Stadtmarketingvereins, einen Umsatz von 2,7 Millionen Euro gebracht. Insgesamt 2400 Gewinne wurden ausgelost. Die reichten von Gewürzmischungen aus dem Kräuterladen über Gutscheine, Memoryspiele mit Wermelskirchener Motiven, Grills, Wermelskirchener Sekt, Einkaufsgutscheine in Bekleidungsgeschäften bis hin zu digitalen Stadtgutscheinen. Lokales Einkaufen hat in Wermelskirchen seit Jahren Tradition. Und trotz aller Widrigkeiten durch die Pandemie sind die Wermelskirchener ihrem Städtchen immer treu geblieben, kaufen im Allgemeinen gern vor Ort ein.

Es gibt vergleichsweise wenig Leerstände in der Innenstadt. Und damit das so bleibt, wollen die WiW-Mitarbeiter gemeinsam mit der Stadt bestehende Leerstände beseitigen. Dazu gibt es ein Förderprogramm, für das sich die Stadt beworben hat. Fünf bis sechs leere Ladenlokale sollen mit Hilfe dieser Aktion wieder mit Leben gefüllt werden. Bleibt zu hoffen, dass durch solch hohes Engagement der Wermelskirchener Handel mit einem blauen Auge durch die Corona-Pandemie kommen wird.

Großes Thema ist und bleibt auch die Schuldiskussion. In einer ersten perspektivischen Sitzung stellte die Stadtverwaltung diese Woche Pläne für eine potenzielle Gesamtschule an der Wirtsmühler Straße vor. Die Entscheidung für eine Gesamtschule ist damit aber noch lange nicht gefallen. Der Technische Beigeordnete Thomas Marner stellte gleich klar: „Wir haben die Form einer Gesamtschule bei der Planung ausgewählt, weil sie die größtmögliche Schulform wäre, die neu entstehen könnte.“ Die politischen Fraktionen halten sich bis heute größtenteils Aussagen über eine Präferenz zurück. Es bleibt also spannend.

Fakt scheint zu sein, dass die Sekundarschule keine Zukunft in Wermelskirchen zu haben scheint. Zu wenig Interesse besteht bei den Eltern inzwischen, ihre Kinder dorthin zu schicken. Das wird an den zuletzt stark gesunkenen Anmeldezahlen deutlich, aber auch am Ergebnis der Elternbefragung. Etwa die Hälfte der Eltern sprach sich darin indes für die Neuerrichtung einer Realschule aus. Eine erste Entscheidung soll im Ausschuss Ende Februar fallen. Die Debatte sollte öffentlich geführt werden, denn die Zukunft der Schullandschaft ist zu wichtig, um sie hinter verschlossenen Türen zu führen.

Diese Themen gab es auch noch in dieser Woche

Bund fördert Sprach-Kitas.

Auch in Wermelskirchen gibt es Missstände in der Pflege.

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