Mehr Grund für Hoffnung

Ein Geistlicher macht sich Gedanken

Von Pfarrer Klaus-Peter Suder, Ev. Kirchengemeinde Hückeswagen

Erwachsene und Kinder machen sich gerade große Sorgen wegen Corona. Auch Tommaso, ein fünfjähriger Junge aus Italien sorgte sich. Wenn jetzt keiner mehr reisen darf, so fragte er sich, wie kommt dann der Weihnachtsmann zu mir?

Mit Hilfe seines Vaters schreibt Tommaso einen Brief an den italienischen Ministerpräsidenten. Und der antwortet ihm umgehend. Mach’ Dir keine Sorgen, lieber Tommaso. Babbo Natale – so heißt der Weihnachtsmann in Italien – hat eine internationale Reisegenehmigung. Er darf überall hinreisen und alle Kinder beschenken. Außerdem trägt er Maske und hält Abstand. Wie gut, dass Tommasos Vater und Ministerpräsident Conte die Sorgen eines Fünfjährigen ernst nehmen.

An Weihnachten kommt nicht nur der Weihnachtsmann. Vor allem kommt Gott in unsere Welt. Und der erste Satz gilt unseren Sorgen. „Fürchtet euch nicht“, sagen die Engel. „Fürchtet euch nicht“, sagt Jesus. Ihm sind unsere Sorgen nicht gleichgültig. Und er zeigt den Menschen, die in seiner Nähe sind, den Jüngern, aber auch Fremden, dass sie keine Angst haben müssen. Auch wenn es gerade 2020 Zeiten gibt, in denen man sich viel fürchten kann – immer gibt es noch mehr zu hoffen. Nicht zuletzt, weil es immer wieder Menschen gibt, die uns beistehen, die uns zuhören und etwas Zeit mit uns teilen, wenn auch in diesem zweiten Lockdown vielleicht nur am Telefon. Aber niemand soll an Weihnachten vergessen sein, weil Gott uns auch nicht vergisst.

Wegen des Geburtstages Jesu gibt es mehr Anlass zur Hoffnung als zur Furcht. Und alle, die weniger Sorgen haben, wenden sich denen zu, die mehr Sorgen haben. Das ist die Frohe Botschaft, das Licht, das dunkle Seelen leuchten lässt.

Menschen können sein wie damals die Engel bei den Hirten. Sie zeigen den Besorgten: „Fürchtet euch nicht!“ Wo solche Menschen sind, da ist die Hoffnung.

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