Gesundheit

Mediziner rechnen mit starker Grippewelle

Zurzeit ist die Nachfrage nach Impfstoffen in der Bevölkerung eher mäßig.
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Zurzeit ist die Nachfrage nach Impfstoffen in der Bevölkerung eher mäßig.

Die Empfehlung lautet, sich impfen zu lassen: mit dem Covid-Booster und gegen Influenza.

Von Udo Teifel

Kommt jetzt im Herbst die große Grippewelle, die uns in den vergangenen Jahren erspart blieb? Oder wird es doch noch eine neue Herbstwelle mit einem mutierten Coronavirus? Die heimischen Ärzte bereiten sich auf jeden Fall auf alles vor. Hausarzt Dr. Christian Meyer sagt: „Ich rate allen, sich schnell gegen Grippe impfen zu lassen.“ Viele hätten sich durchschnittlich vor sechs Monaten zum zweiten Mal boostern lassen. „Mit dieser Grippeimpfung wird auf jeden Fall die kritische Zeit überwunden.“

Wer zweimal geboostert sei, sollte eigentlich sicher sein vor einem starken Corona-Ausbruch, so Tobias Hopff, Obmann der heimischen Ärzte aus Dabringhausen. Wie lange so eine Impfung seine Wirkung halte, wisse man eigentlich nicht, so der Hausarzt. Er habe deshalb noch Ampullen mit dem Vakzin gegen die Omikron-BA.1-Variante bei seiner Apotheke bestellt, da sich die neueren Vakzine noch im Test befänden. „Letztendlich warten wir auf die STIKO-Empfehlung für die fünfte Impfung.“

Generell sei die Nachfrage nach Impfungen in der letzten Zeit mäßig. „Sie zieht erst jetzt langsam wieder an“, so Hopff. Er hat sieben Fläschchen mit dem Vakzin bestellt, sechs letztlich erhalten. Damit kann Hopff 42 Personen impfen. „Der Impfstoff von Biontech & Pfizer dient vor allem für die zweite Booster-Impfung und Ältere.“

Inzwischen steigen nach Einschätzung des Dabringhauser Arztes die Zahlen mit Corona-Infektionen wieder an. „Wir hatten ein kleines Ausbruchsgeschehen im Dorf, aber ohne große Gefahr für Leib und Leben“, so Hopff. Auch Urlauber hätten sich oftmals in den Ferienorten infiziert. „Wichtig ist, dass alle Infizierten einen PCR-Test machen, um später das Genesenen-Zertifikat zu bekommen.“ Das gebe es mit dem Bürgertest nicht.

Genauso wichtig, vielleicht sogar wichtiger, sei die Grippeimpfung. „Der Impfstoff ist bei vielen Hausärzten jetzt angekommen oder liegt in den nächsten Tagen vor“, so Hopff. Es gibt zwei Varianten: eine für Personen über 60 Jahre und eine für unter 60-Jährige. „Ich rechne im Herbst mit einer starken Grippewelle, da sie in den vergangenen zwei Jahren ausgefallen ist. Die Masken haben die Bürger geschützt.“

Ärzte empfehlen, sich schnell impfen zu lassen

Wie sein Kollege Christian Meyer empfiehlt er den Bürgern, sich schnell impfen zu lassen. Meyer: „Wer sich gegen Grippe impfen lässt und sich auch hat boostern lassen, der hat einen guten Schutz.“

Wobei auch Meyer Ampullen mit dem neuen Vakzin gegen die BA.1-Variante hat kommen lassen. Letztlich wartet aber auch er auf die neue Empfehlung der Ständigen Impfkommission, wie es mit Impfstoff gegen die aktuellen Mutationen BA.4 und BA.5 nun letztendlich weitergehen soll.

Im Kreisgesundheitsamt laufen die Vorbereitungen, in den nächsten Wochen wieder Impfstellen zu öffnen. Bestellt wurde Impfstoff gegen die BA.1-Variante. Er wurde aber noch nicht geliefert. Geplant ist, in einem ersten Schritt Impfstellen in Rösrath und Burscheid zu öffnen. In Wermelskirchen könnte auf dem Feierabendmarkt am 22. September geimpft werden.

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