Wenig Angebot

Martinsmarkt sorgt für eine gute Stimmung

Martinsmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag: Schon am frühen Nachmittag war die Islandstraße gut besucht.
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Martinsmarkt mit verkaufsoffenem Sonntag: Schon am frühen Nachmittag war die Islandstraße gut besucht.

Kunden und Händler sind mit verkaufsoffenem Sonntag zufrieden. Das Angebot der Geschäfte war jedoch übersichtlich.

Von Heike Karsten

Der Martinssonntag ist nicht nur der Auftakt für die Ausgabe der Weihnachtslose in den Geschäften der Werbegemeinschaft. Auch der selbstgemachte Kaiserpunsch von Ritas Weinlädchen verströmt dann wieder seinen Duft in der Stadt. „Es läuft super – wir hatten es auch gar nicht anders erwartete“, freute sich Geschäftsinhaberin Rita Schuldner-Lapp über die vielen Besucher. Das alkoholische Heißgetränk ließ sich auch Monika Lübbert nicht entgehen. „Der Punsch schmeckt sehr gut. Überhaupt ist es schön, mal wieder rauszugehen und Leute zu treffen“, sagte die Hückeswagenerin, die sich mit dem Martinsmarkt schon ein wenig auf die Vorweihnachtszeit einstimmen wollte.

Wo man hinsah, blickte man in fröhliche Gesichter. Das betraf nicht nur die Martinsmarkt-Besucher, sondern auch die Einzelhändler und Marktbeschicker. Zeitweise wurde es in den Läden so richtig eng. „Die ersten standen schon kurz vor 13 Uhr vor der Tür“, berichtete Karsten Schlickowey von Stilmix. Aus Halver gekommen war die Familie Bäcker. „Uns gefällt der Martinsmarkt gut, deshalb kommen wir immer wieder“, sagte Jörg Bäcker. Geplant war auch ein Einkauf im Buch- und im Spielzeugladen. Bei Stilmix wurden zunächst jedoch fleißig Nüsse geknackt, denn es gab 40 Gänse-Essen zu gewinnen. „Wir haben aber hier noch nie etwas gewonnen“, berichtete die Familie. Das konnte auch nicht funktionieren, denn die Lose befanden sich nur in den Walnüssen, die von der Werbegemeinschaft präpariert waren, nicht aber in den Erdnüssen, die es bei Stilmix gab.

Gähnende Leere auf der Bahnhofstraße

Auf der Islandstraße waren einige Stände aufgebaut, darunter die der beiden Kindergärten „Rappelkiste“ und „Am Kamp“, die Waffeln und Würstchen verkauften. Der Erlös soll in die Anschaffung einer neuen Kletterwand für den Spielplatz der Rappelkiste fließen. „Unsere Teilnahme am Martinsmarkt hat sich schon etabliert“, berichtete Nicole Brakelsber, die für die Elternschaft im Einsatz war. Für die Hückeswagener Landfrauen ist es ebenso schon zur Tradition geworden, an diesem Tag in der Stadt Ballebäuschen zu backen und zu verkaufen.

Einige Besucher aus den Nachbarstädten waren etwas enttäuscht von dem Angebot auf den Straßen. „Das ist ja sehr übersichtlich“, räumte ein Remscheider ein. Besonders auf der für den Verkehr gesperrten Bahnhofsstraße herrschte gähnende Leere. Nur die Pavillons von Spielwaren Heinhaus, Schmuck Lammert und der Bergischen Buchhandlung waren dort aufgebaut. Die Aktionen der drei benachbarten Händler sowie die Musik und Moderation von DJ Markus lockten die Besucher dennoch an. Neben einem Waffelstand gab es hier kostenloses Popcorn und die Möglichkeit, sich vor der Buchhandlung als Lokomotivführer von Jim Knopf fotografieren zu lassen. Noch voller wurde es, als die Tanzschule Mavius aus Wermelskirchen auf der Straße ihren Auftritt hatte und die umstehenden Zuschauer anschließend zum Mittanzen aufforderte.

Kurz vor dem Laternenumzug mit Sankt Martin Richtung Schloss wurden auf der Bahnhofstraße die schönsten Laternen der Kinder prämiert. Eine Tradition, die es in früheren Jahren schon einmal gab. Karla Stawicki, Gerlinde Lammert und Christiane Heinhaus bildeten die Jury. Für die Sieger gab es Kinderuhren, Ohrringe und Plüschtiere. Der Martinszug bildete den krönenden Abschluss des „Gute-Laune-Sonntags“.

Rebecca Pawlowski (l.) aus Schalksmühle mit Freundin Christin Merk aus Hückeswagen.

Abseits der Innenstadt hatte das Möbelhaus Happel an der Industriestraße geöffnet. Das gesamte Team war im Einsatz, um die Besucher zu beraten sowie Kaffee und Kuchen anzubieten. In der Küchenabteilung gab es zudem eine Kochshow mit Andreas Frank. Geschäftsinhaber Werner Happel war sehr zufrieden: „Wir beteiligen uns im Frühjahr und zum Martinsmarkt am verkaufsoffenen Sonntag, was für uns sehr wichtig ist und auch gut angenommen wird.“ Wer den Martinsmarkt für einen entspannten Einkaufsbummel nutzen wollte, wurde nicht enttäuscht. Denn neben den Einzelhändlern hatten auch die Handelsketten Deichmann, Ernstings Family, Rossmann, Takko und Kik am Sonntag geöffnet.

Im Kultur-Haus Zach wurden Schmuck und Accessories angeboten

-mapa- Die Kulturmesse des Stadtkulturverbands profitiert seit einigen Jahren vom Martinsmarkt, dem verkaufsoffenen Sonntag. Das zeigte sich auch dieses Mal wieder, nutzten doch viele Besucher das bunte Verkaufsangebot im Kultur-Haus Zach. „Die Messe bietet sich hervorragend für eine kleine Einkaufspause bei leckeren Waffeln und heißem Kaffee an“, befand Besucherin Silvia Maurer. Sie freute sich über handgefertigte Ohrringe, die sie an einem der kreativen Designerstände entdeckt hatte.

Die 25. Kulturmesse unter dem Verkaufsmotto „Schmuck & Accessoires“ lud wieder zum Stöbern und Verschnaufen ein. Stefan Noppenberger als Vorsitzender des Stadtkulturverbandes freute sich auch bei dieser inzwischen fest etablierten Institution über den positiven Zuspruch bei Besuchern und Ausstellern. Und Besucherin Ute Blume betonte: „Man ist doch in diesen Zeiten inzwischen über jede lebendige Veranstaltung froh, die überhaupt stattfindet.“

An diesem Sonntagnachmittag präsentierten im Kultur-Haus Zach an der Islandstraße die Schmuck- und Modedesignerinnen Heike Walder, Andrea Rosowski, Elisabeth Schäfer und Monika Zimmermann attraktive Handtaschen, Strickmoden für Kinder, bezaubernde Ketten und Ringe aus farbenfrohen Mineralien und zum ersten Mal auch Miniaturkrippen: Schmuckkünstlerin Heike Walder stellte verschiedene Kleinst-Weihnachtskrippen in Holzlaternen mit teils winzigen Jesusfigürchen aus. „Früher hat mein Vater wunderbare große Holzkrippen gebaut. Jetzt möchte ich diese Tradition mit meinen eigenen künstlerischen Möglichkeiten gern weiterführen“, erläuterte die Wipperfürtherin.

Generell bewerteten die Besucher des Martinsmarkts die Kulturmesse als wichtige Bereicherung für den verkaufsoffenen Sonntag. „Ich finde, dass diese lohnenswerte Veranstaltung das vielseitige Programm der Geschäfte und Straßenverkäufe hervorragend ergänzt“, stellte Michaela Schmitz fest. Passend zur Adventszeit veranstaltet der Stadtkulturverband am 3. und 4. Dezember die nächste Kulturmesse im oberen Island, dann unter dem Motto „Kreative Weihnachtsfreuden“.

Verlosungen

Bis Heiligabend werden von den Mitgliedern der Werbegemeinschaft die Weihnachtslose ausgegeben – pro Einkauf von zehn Euro je ein Los. Zu gewinnen gibt es rund 300 Preise, darunter einen Kleinwagen als Hauptgewinn. Eine zusätzliche Gewinnchance besteht bei den drei Zwischenverlosungen an den Adventssamstagen, jeweils um 15 Uhr am Wilhelmplatz.

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