Zirkus

Manege frei für die fünften Klassen

Alle fünften Klassen des Gymnasiums nehmen an dem Zirkus-Projekt im Zirkus Proscho teil. Michelle Maatz (Bildmitte) vom Zirkus Proscho probt mit den Schülerinnen und Schüler einen Flieger.
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Alle fünften Klassen des Gymnasiums nehmen an dem Zirkus-Projekt im Zirkus Proscho teil. Michelle Maatz (Bildmitte) vom Zirkus Proscho probt mit den Schülerinnen und Schüler einen Flieger.
  • Susanne Koch
    VonSusanne Koch
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Das Wermelskirchener Gymnasium hat eine Woche lang den Mitmach-Zirkus Proscho zu Gast.

Wermelskirchen. Die Gruppe der Äffchen kommt noch einmal in die Zirkus-Manege gesprungen. Die einzelnen Äffchen, noch in ihrer Alltagskleidung, schlagen sich in der Hocke hin- und herwiegend auf ihre Brust. Und nehmen winkend Abschied. Tarzan aber bleibt in der Manege. Er steht aufrecht und trommelt auf seine breite Brust, zeigt dann ausgiebig seine Arm-Muskeln. Bis Jane laut stapfend wieder zurückkommt. Sie stoppt, schüttelt den Kopf und zieht ihn schließlich aus der Manege heraus.

„Das habt ihr sehr gut gemacht“, sagt Michelle Maatz, die die Seiltanzgruppe trainiert. Laut und deutlich erklärt die Zirkus-Mitarbeiterin den Kindern jeden einzelnen Schritt, jede Geste und sie spart nicht mit Lob und aufmunternden Worten. Hochkonzentriert gehen einzelne Kinder übers Seil, sie knien sich hin und strecken ein Bein ganz weit nach hinten. Sie haben dabei aber immer eine sichernde Person an ihrer Seite. „Das klappt doch hervorragend“, sagt Michelle Maatz.

Das Wermelskirchener Gymnasium hat zum ersten Mal eine Woche lang den Mitmach-Zirkus Proscho zu Gast. „Wir haben festgestellt, dass die Corona-Pandemie und besonders die Lockdowns sich bei den Kindern ausgewirkt haben“, sagt Katja Limberg, die Klassenlehrerin der 5d. „Sie haben es beispielsweise nicht gelernt, in Teams zu arbeiten. Man merkt ihnen an, dass sie länger isoliert waren.“ Finanziert wird das Zirkusprojekt durch Landes- und Bundesmittel zum Programm „Ankommen und Aufholen nach Corona“. „Uns war schnell klar, dass wir unseren Schülern ein Zirkus-Projekt bieten wollten“, sagt Katja Limberg. „Doch dann mussten wir erstmal lernen, dass die Mitmach-Zirkusse alle auf Jahre ausgebucht sind.“ Dann rutschte das Gymnasium doch noch in eine entstandene Lücke hinein. „Zum Glück“, sagt Katja Limberg, „hat das geklappt.“

Alle fünften Schuljahre des Gymnasiums machen mit. Sie sind in sechs Gruppen aufgeteilt: In die Seiltänzergruppe, die Trapezkünstler, in Clowns, in Gläser-Balanceure, in die Hula-Hoop-Reifen-Gruppe und in die Boden-Akrobatik-Gruppe. „Alle Kinder trainieren jeden Morgen 90 Minuten lang mit einem Mitarbeiter des Zirkus Proscho“, sagt Katja Limberg. „Und die anderen 90 Minuten beschäftigen sie sich selbstständig mit Schulmaterialien.“ Anschließend haben die Schülerinnen und Schüler wieder normalen Unterricht.

„Dr. Martin Burghoff ist unser stellvertretender Schulleiter“, sagt Katja Limberg. „Er hat sich um alles Organisatorische gekümmert.“ Er habe die Kontakte zur Stadt gepflegt, die Nachbarn über das Projekt verständigt, den Platz für das Zirkus-Zelt reserviert, für Wasser- und Stromanschluss gesorgt.

Am Freitag werden die Kinder ihre Generalprobe ableisten. „Dann können auch die anderen Schülerinnen und Schüler, die beim Zirkus-Projekt mitmachen, dabei zuschauen“, sagt Katja Limberg. „Und am Samstag werden Eltern, Freunde, Großeltern eingeladen, sich das Programm um 11 Uhr und um 15 Uhr anzuschauen.“

Sie sehe bei den Kindern, dass sie mit Spaß und hoher Konzentration bei der Sache sind. „Ich denke, dass sich das Projekt auf unsere Schülerinnen und Schüler positiv auswirkt“, sagt Katja Limberg. „Sie haben gelernt, dass sie ganz viel leisten und sehr stolz auf sich sein können.“

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